Die Kunst ist hier nicht mehr wegzudenken

Attiswil

Am Sonntag geht der Kunstweg auf. Interesse war bereits im Vorfeld zuhauf vorhanden. So konnten die ­Organisatoren nicht alle Anmeldungen berücksichtigen. Zugleich trafen sie zum ersten Mal bewusst eine Auswahl.

Diese Turnszene samt Fotograf und 42 weitere Werke können bis Ende Oktober in Attiswil bestaunt werden.

Diese Turnszene samt Fotograf und 42 weitere Werke können bis Ende Oktober in Attiswil bestaunt werden.

(Bild: Thomas Peter)

Béatrice Beyeler

«Art is wo» heisst das Motto des diesjährigen Attiswiler Kunstwegs. Es ist bereits die vierte Durchführung. Nach «Kulturundum», «Tierischgut» und «Kunstfluss» ist das Motto heuer bewusst weiter gefasst und geht der Frage nach, wo denn die Kunst eigentlich ist (wir berichteten). Mit dem Wortspiel wird zugleich der Bogen zum Dorf geschlagen, ist doch die Kunst aus Attiswil kaum mehr wegzu­denken.

Das haben auch die zahlreichen interessierten Künstlerinnen und Künstler bewiesen, die ihre Werke dem Verein Museum Attiswil zur Verfügung stellen wollten. «Heuer haben wir zum ersten Mal eine Auswahl getroffen, damit die Werke zusammenpassen», sagt Vereinspräsidentin Nicole Rebholz. Berücksichtigt wurden dabei zahlreiche regio­nale Kunstschaffende. Und wie in den vorherigen Jahren stellen auch Schülerinnen und Schüler aus Attiswil wieder ein Werk aus. «Der Nachwuchs ist also auch vertreten», sagt die Präsidentin.

Als Lohn für die Mitglieder

Nicole Rebholz kann auf drei erfolgreiche Durchführungen zurückblicken. «2011 wurden wir vom Ansturm überrascht», sagt sie. Damals lockte der rosa Kirchturm Kunstliebhaber aus der ganzen Schweiz in den Oberaargau. Die Präsidentin freut sich über das Interesse, das zugleich der Lohn für die ehrenamtlich ­tätigen Vereinsmitglieder sei. Heuer startet der Kunstweg beim Museum und führt dann zur ­Panoramastrasse. Nach einer Abzweigung beim Gerberhof können die Besucherinnen und Besucher in den Burchwald spazieren, wo es bergab zum Sportplatz Lindenrain und schliesslich zurück ins Dorf geht.

Die Route mit ihren 31 wetterfesten Kreationen ist ­öffentlich und ab übermorgen Sonntag bis zum 28. Oktober jederzeit frei zugänglich. Die zwölf kleineren Werke und Bilder, die ihren Platz im Museum einnehmen, können jeweils am Sonntag und während Führungen besichtigt werden. Nicole Rebholz empfiehlt den Interessierten den Kauf eines Kunstwegführers, der in allen Attiswiler Läden und Restaurants für sechs Franken erhältlich ist.

Berner Zeitung

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