Die Filmnächte ziehen ins Scala

Ab Montag flimmern die Arthouse-Filme des Chrämerhuus im zweiten Kinosaal an der Lotzwilstrasse über die Leinwand.

<b>Freuen sich auf den Filmstart </b> am Montag: (v.l.) Hansjörg Burkhard, Michael Schär, Dominik Lüdi, Yvonne Wüthrich und Jürg Ingold.

Freuen sich auf den Filmstart am Montag: (v.l.) Hansjörg Burkhard, Michael Schär, Dominik Lüdi, Yvonne Wüthrich und Jürg Ingold. Bild: Olaf Nörrenberg

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Schon damals im Kleintheater Mühle waren es nicht die grossen Blockbuster, die über den alten Projektor liefen. Und auch 14 Jahre später ist die Filmgruppe des Chrämerhuus von der Grundidee ihrer Filmnächte nicht abgekommen: dem Publikum von Herbst bis Frühling eine Alternative zu bieten zum Mainstreamkino.

Woche für Woche laden die Arthouse-Filmfreunde um Alt-Chrämerhuus-Präsident Dominik Lüdi auch ab kommendem Montag wieder zu ihren Filmnächten nach Langenthal. Neu finden diese nun allerdings im kleinen Saal des Kinos Scala statt.

Es ist beileibe nicht der erste Umzug des Chrämerhuus-Kinos in seiner jüngeren Geschichte. Nach der Erstausgabe im Januar 2004, die Filmnächte waren noch auf neun Tage am Stück konzentriert, fanden sich die Besucher die darauf folgenden zwei Jahre im Kunsthaus wieder. 2007 dann die Rückkehr ins Kleintheater, wo aus den Filmwochen nun die Filmnächte am Montag wurden.

Schon 2009 jedoch musste die Chrämerhuus-Filmgruppe erneut umziehen. Zwar hatte sich ihr Angebot bei Liebhabern gut etabliert. Doch die Jugendarbeit sah dafür keinen Platz mehr in ihrem Kleintheater.

Bis zur Sanierung fanden die Filmnächte sodann im Stadttheater eine neue Spielstätte. Dorthin, erklärte am Donnerstag Dominik Lüdi an einer kleinen Medienorientierung, wären die Organisatoren nach der Zwischenlösung in der Färbi an sich auch gerne zurückgekehrt. Schon während der Debatten zur Theatersanierung und zu den damit verbundenen Sparbemühungen seien die Filmnächte aber aus dem Projekt herausgestrichen worden.

«Eine Win-win-Situation»

Heute ist man beim Chrämer­huus darüber nicht mehr traurig. Es ist nicht nur die mit 48 Sitzplätzen geradezu perfekte Grösse des neuen Saals, die passt. «Es ist mir immer gegen den Strich gegangen, dass die eine subventionierte Institution ihr Geld der anderen subventionierten Institution zuschiebt», sagt Lüdi.

Im Scala zahlt der Kulturverein keine Miete, dafür kommen die Einnahmen den Betreibern zu. Michael Schär und Jürg Ingold vom Scala wiederum freuen sich, durch die Filmnächte mit deren Stammpublikum nun auch dem Arthouse-Kino eine Plattform geben zu können. «Es sei eine Win-win-Situation», sagt Lüdi – zumal so auch der Aufwand für die allesamt ehrenamtlichen Chrämerhüsler massiv abnimmt.

Wobei: Vor Ort sein, betonen die Filmgruppenmitglieder Hansjörg Burkhard und Yvonne Wüthrich, würden sie natürlich weiterhin. So auch am Montag, wenn mit «Transit» (Christian Petzold, 2018) die neue Chrämerhuus-Filmsaison beginnt.

Dabei werden an der Lotzwilstrasse die Filme bald parallel gezeigt. Nach Inbetriebnahme des kleinen Saals im Juni wird derzeit der grosse Saal saniert. Wieder in Betrieb genommen wird er Mitte November. (Langenthaler Tagblatt)

Erstellt: 12.10.2018, 06:19 Uhr

Artikel zum Thema

Aufwühlende Filmabende

Langenthal Das Sommerkino steht vor der Tür. Unter den gesamthaft vierzehn ­Filmen sind neben internationalen Vertretern auch wieder zwei Produktionen aus der Schweiz zu sehen. Mehr...

Gleiches Konzept, neuer Ort

Langenthal Die Suche nach einer Lokalität ist abgeschlossen: Bis Ende Jahr soll The Malt im ehemaligen Ladenlokal der Renet AG eröffnet werden. Mehr...

Neuer Saal eröffnet

Langenthal Das Kino Scala wird weiterhin umgebaut. Bis im Herbst werden alle Filme im neu erstellten Saal vorgeführt. Mehr...

Kommentare

Blogs

Sweet Home Grünes Paradies im Tessin

Tingler Lesen Sie «Joseph»!

Werbung

Weiterbildung

Ausbildung & Weiterbildung Finden Sie die passende Weiterbildung Technischer Kaufmann, Deutsch lernen, Coaching Ausbildung, Präsentationstechnik, Persönlichkeitsentwicklung

Die Welt in Bildern

Vatikan: Bischöfe während der Heiligsprechung des Papstes Paul VI und des 1980 ermordeten Erzbischofs Oscar Romero aus San Salvador.(14. Oktober 2018)
(Bild: Alessandro Bianch) Mehr...