Huttwil

Der kühle Einstand ist willkommen

HuttwilAm Montag bestritt der SC Langenthal sein erstes Eistraining dieser Saison im Campus Perspektiven. Durch die regionale Zusammenarbeit wird die Schorenhalle stark entlastet.

Die 1. Mannschaft des SC Langenthal trainiert nur bis Ende August in Huttwil. Für die Nachwuchsabteilung ist das Eisfeld im Campus Perspektiven indes auf längere Sicht unabdingbar.

Die 1. Mannschaft des SC Langenthal trainiert nur bis Ende August in Huttwil. Für die Nachwuchsabteilung ist das Eisfeld im Campus Perspektiven indes auf längere Sicht unabdingbar. Bild: Marcel Bieri

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Von sommerlichen 25 Grad geht es in die frostige Eishalle in Huttwil-Schwarzenbach. Eine leichte Jacke wird schon reichen? Denkste. Fröstelnd stehen die Reporterinnen an der Bande, während den Spielern beim Training der Schweiss über das Gesicht läuft.

Hintereinander bewegen sich die Spieler in rascher Geschwindigkeit über das Eis. Der neue Trainer Per Hanberg fordert die Eishockeycracks von der ersten Minute an. Eine Verschnaufpause lässt auf sich warten. «Es kann sich nur noch um Stunden handeln», meint Marc Eichmann schmunzelnd. In Schweden herrsche halt eine andere Zeitmessung.

Dem langjährigen SCL-Torhüter und jetzigen Geschäftsleitungsmitglied scheinen die frostigen Temperaturen nichts auszumachen. «Als Spieler freut man sich jeweils auf die Kälte», weiss er. Man müsse nur schauen, dass man sich bei den enormen Temperaturunterschieden im Sommer nicht erkälte.

Im Schoren zu Hause

«Es ist eine tolle Halle, schade, dass hier so lange kein Eis produziert wurde», sagt Eichmann. Selbst die Temperatur sei hier viel angenehmer als in Langenthal. «Im Schoren ist es wegen der schlechten Isolation viel zu warm.» Die Spieler der 1. Mannschaft können sich indes nicht allzu sehr auf diesen Komfort einstellen. Lediglich bis Ende August bestreiten sie einige Trainings sowie ein Testspiel gegen HKM Zvolen aus der Slowakei. «Dann sind wir wieder im Schoren zu Hause», so Eichmann.

Durch die Zusammenarbeit zwischen dem SCL und dem Campus Perspektiven wird die Kunsteisbahn in Langenthal stark entlastet. Denn mit der stetig wachsende Nachwuchsabteilung des SCL kamen letztes Jahr sowohl die jungen Spielerinnen und Spieler als auch die Organisatoren an ihre Grenzen. Mit den Trainings musste teils bereits um 16 Uhr gestartet werden, und die Letzten waren erst um 23 Uhr fertig (wir berichteten). Schnell zeichnete sich ab: Auf Dauer würde das nicht gut gehen.

Nachhaltige Förderung

«Wenn das Eisfeld im Campus nicht wäre, hätte wohl der Nachwuchs verkleinert werden müssen», bestätigt Marc Eichmann. Doch dies sei natürlich nicht das Ziel. Die Jungen und Mädchen der Nachwuchsabteilung, und auch die Eishockey begeisterten Kinder aus Huttwil, hätten eine nachhaltige Förderung verdient. Diese könne nun durch das Angebot in Huttwil gewährleistet werden.

Der Transport der Kinder und Jugendlichen nach Huttwil wird soweit möglich vom Verein organisiert. Die Zusammenarbeit mit den Campusverantwortlichen gestalte sich sehr angenehm, sagt Eichmann. «Natürlich entsteht für den SCL ein Kostenmehraufwand, doch den nehmen wir für eine nachhaltige Nachwuchsförderung bewusst in Kauf.»

«Wir sehen es als eine Investition in die ganze Region», sagt auch die Leiterin Marketing und Kommunikation beim SCL, Angela Kölliker. Das Projekt sei aus SCL-Sicht sehr ambitioniert, aber als Ziel werde ganz klar eine längerfristige Zusammenarbeit mit dem Campus Perspektiven angestrebt, betont Kölliker weiter. Einen finanziellen Betrag will die Geschäftsleitung indes nicht nennen.

Mittwochspiele im TV

Laut Marc Eichmann zählt die Nachwuchsabteilung zurzeit fast 300 Kinder, Tendenz steigend. Bereits vierjährige Mädchen und Buben können sich in der Onyx-Hockeyschule auf den Kufen probieren. Unterstützt werden sie dabei von einem professionellen Trainerteam, und sogar Spieler der 1. Mannschaft sind mit von der Partie. Das Angebot für die Kleinsten besteht ab Ende August neu auch in Huttwil. Zudem wird das Team der Damen des SCL künftig fest in Schwarzenbach trainieren.

Nebst den prekären Platzverhältnissen in der Eishalle Schoren spricht ein weiterer Punkt für die «Expansion» nach Huttwil, wie es Angela Kölliker nennt: Neu finden Spiele der Swiss League mittwochs anstatt dienstags statt. Diese werden dann teils vom neuen Sender Mysports live übertragen. «Am Mittwoch haben auch die Junioren Meisterschaftsbetrieb; diese können so bei Bedarf nach Huttwil ausgelagert werden», sagt sie. Ausserdem, betont Kölliker, habe durch die Ausweitung nach Schwarzenbach auch die Kunsteisbahn Langenthal wieder Kapazität für externe Nutzer. (Langenthaler Tagblatt)

Erstellt: 08.08.2017, 05:59 Uhr

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