Defekt ist behoben

Aarwangen

Ein Isolationsfehler am Kabel ist schuld am flächendeckenden Stromausfall vom Freitag. Einige Auswirkungen sind noch immer zu spüren.

Auslöser für den Stromausfall vom Freitag war ein defektes Kabel im Untergrund.

Auslöser für den Stromausfall vom Freitag war ein defektes Kabel im Untergrund.

Ampeln, Elektroherde, Com­puter: Nichts ging mehr am Freitagmittag in Aarwangen und Schwarzhäusern – auch nicht die Telefonanlage der Verwaltung, über die sich die Einwohnerinnen und Einwohner erkundigen wollten, was denn passiert war. Während rund zweier Stunden fiel der Strom flächendeckend aus.

Der Auslöser des Unterbruchs war schnell entdeckt: Ein defektes Kabel im Untergrund legte die Versorgung in der Gemeinde und ihrer unmittelbaren Nachbarschaft lahm.Auslöser war ein Erdschluss an diesem Kabel, der auf einen Isolationsdefekt zurückgeht.

«Das funktioniert gleich wie ein Kurzschluss, nur eben im Erdreich», erklärt Peter Gerber, Leiter der Aarwanger Gemeinde­betriebe. Weil das ganze Dorf betroffen gewesen sei, habe es seine Zeit gedauert, herauszufinden, wo sich der Schaden befinde. In einem solche Fall gehen die Spezialisten nach dem Ausschlussprinzip vor und testen Teilge­biete, um den Auslöser der Störung einzugrenzen.

Zweites Kabel wurde entfernt

Gefunden wurde der Defekt beim Heim der Stiftung Lebensart. Weil Aarwangen über eine Ringleitung versorgt wird, mussten laut Gerber beide Seiten des Trafosystems, an welches die Institution angeschlossen ist, ausser Betrieb genommen werden. Stattdessen wurde die Notstromgruppe in Gang gesetzt. Bereits am Samstag sei das Kabel repariert worden, seither werde das Heim wieder mit Normalstrom versorgt.

Allerdings war am Freitag­mittag mehr als nur eines kaputtgegangen: Durch die Überlast erlitt das nachfolgende Kabel ebenfalls einen Erdschluss. Das führte dazu, dass am Nachmittag der Strom ein zweites Mal ausfiel. Das zweite Kabel wurde am Montag entfernt; es wird ersetzt. Der Ersatz kostet laut Gerber rund 25'000 Franken, dazu kommen bis zu 15'000 Franken für ­Reparatur, Notstromgruppe und Piketteinsätze.

Von weiteren grösseren Schäden hat der Leiter der Gemeindebetriebe keine Kenntnis. Allerdings ist sein Betrieb an der Wy­naustrasse derzeit nicht zu er­reichen: IT und Telefonie, über ein Glasfaserkabel bei der Gemeinde angehängt, sind tot.

cd

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