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Brennende Bäume bei eisiger Kälte

Am ver­gangenen Samstag fand zum vierten Mal das jährliche Weihnachtsbaumverbrennen statt. Der Anlass stiess auf grossen Anklang.

Hauptsächlich Familien wollten ihren Christbaum verbrennen.
Hauptsächlich Familien wollten ihren Christbaum verbrennen.
Marcel Bieri

Die Gemeinde Niederbipp hatte im Vorfeld ihre Einwohner dazu aufgerufen, ihre Weihnachtsbäume zur Turnhalle Lehnfluh zu bringen. Dort würden sie dann unter Aufsicht der Feuerwehr verbrannt. Zwar wurden die Bäume nicht aus dem Fenster geworfen, wie es die skandinavische Tradition verlangt, doch führte es die Dorfbewohner am Fusse des Juras zusammen. Zum Dank of­ferierte die Gemeinde Glühwein, Apfelpunsch und Königskuchen. Gemeinde und Einwohner stiessen so nachträglich zusammen auf das neue Jahr an.

Gemeinderätin Edith Born zeigte sich sichtlich erfreut über die Veranstaltung. Sie ist Präsidentin der Kommission Gesellschaft, Kunst und Sport, welche die Veranstaltung organisiert hat. «In unserem Dorf gab es zu wenig Anlässe, welche die Einwohner zusammenbrachten.» Deshalb habe man verschiedene Projekte entwickelt, die diesem Makel entgegenwirken sollen. Neben dem Weihnachtsbaumverbrennen ist Born auch stolz auf den neuen Spielplatz, den man kürzlich fertiggestellt hat. «Im Frühling wird er offiziell eingeweiht», sagte sie.

Finaler Akt

Niederbipp haftet der Ruf einer Schlafgemeinde an – viele Einwohner arbeiten ausserhalb des Dorfes und nutzen die Ortschaft aufgrund der anliegenden Autobahn lediglich als «Schlafstelle». Doch heute gebe es auch viele Einwohner, die gern am Dorf­leben mittun möchten. «Und jenen möchten wir mehr bieten können», sagte Born.

Die Bemühungen wurden belohnt. Am Samstag wurden nämlich 39 Weihnachtsbäume verbrannt. Born nannte verschiedene Gründe für den gut besuchten Anlass: «Einerseits spielte das Wetter eine Rolle. Es ist zwar eisig kalt, aber der Himmel ist klar. Andererseits kommt uns zugute, dass die Ferienzeit vorüber ist.» Mehrheitlich waren Familien anzutreffen. Sie nutzten das Angebot der Gemeinde als finalen Akt, um den Weihnachtsbaum, den man über die Festtage geschmückt und bestaunt hatte, gemeinsam zu verbrennen.

Die Veranstaltung kam bei den Einwohnern gut an. Matthias Witzler etwa sagte: «Es ist das erste Mal, dass ich meinen Baum vorbeigebracht habe.» Er freue sich, dass es Anlässe wie diesen im Dorf gebe.

Bitte keinen Schmuck

Die Gemeinde wies explizit darauf hin, dass man im Vorfeld den Baumschmuck entfernen solle. Born erklärte, weshalb: «Die Leute haben früher immer am Samstag die Bäume bei der Gemeinde in einen Container werfen können. Da kam vor Jahren einer, der noch Kugeln dranhatte.»

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