Begegnung wird gross geschrieben

Rütschelen

Nach der Baby- und der Sommerpause bieten Barbara ­Ledermann und Isla Hämmerle in ihrem Dorfhuus wieder verschiedene ­Aktivitäten an.

Beleben das Dorfhuus: Barbara Ledermann und Isla Hämmerle mit Nachwuchs.

Beleben das Dorfhuus: Barbara Ledermann und Isla Hämmerle mit Nachwuchs.

(Bild: Thomas Peter)

«Das Dorfhuus soll noch mehr ein Begegnungsort für Jung und Alt, für die Dorfbevölkerung und Auswärtige werden», sagen Barbara Ledermann und Isla Hämmerle. Die beiden haben die Liegenschaft im März von den Vorbesitzern, dem ehemaligen Wirteehepaar Schuster des Restaurants Löwen, übernommen. «Für deren Idee einer Senioren-WG war es wohl noch zu früh», glaubt Isla Hämmerle.

Den von den Vorgängern eingeführten Mittagstisch jeden Freitag sowie Kaffee und Kuchen am Mittwochnachmittag haben Ledermann und Hämmerle jedoch übernommen. «Neu eingeführt haben wir einen Sonntagsbrunch jeweils am dritten Sonntag im Monat sowie den Apéro mit Häppchen am Mittwochabend und die Grotte-Disco», zählt Hämmerle auf. Seine Partnerin ergänzt, dass diese Grotte auch für Privatfeste gemietet werden könne. Weitere Angebote sollen folgen.

Übernachten, Kulinarik, Kultur

Überhaupt soll das Haus belebt werden. Einerseits durch die Vermietung der Wohnungen und das integrierte Bed and Breakfast, andererseits durch viel Kultur. «Wenn jemand eine Idee hat, zum Beispiel einen Kräuterkurs anbieten möchte, dann sind wir offen dafür», sagt Barbara Ledermann.

Zudem stellt das Paar gerne die Küche zur Verfügung. «Kürzlich hat ein Inder ein Gericht aus seiner Heimat gekocht», blickt sie auf einen willkommenen Anlass zurück. Die ortsansässige Künstlerin Ghiro stellt im Dorfhuus Bilder aus, weitere Kulturschaffende sollen folgen. Platz hat es im und ums idyllisch gelegene Haus genug.

Per Zufall in Rütschelen

Dass die Langenthalerin Barbara Ledermann und Isla Hämmerle in Rütschelen gelandet sind, ist eher Zufall. «Zuerst haben wir einen Bauernhof gesucht», erzählt der 37-jährige gelernte Biolandwirt und studierte Psychologe und Psychotherapeut. Und die 32-jährige psycho­soziale Beraterin ergänzt, dass sie einen Ort suchten, wo sie ihre Berufe und das Wohnen verbinden können. Aus diesem Grund eröffnet Hämmerle im Dorfhuus eine Praxis für Psychotherapie.

Wichtig ist dem Paar zudem die biologische, regionale und saisonale Küche. So werden die Gäste mit selber hergestelltem Brot und Konfitüre sowie Lebensmitteln von umliegenden Bauern verwöhnt. Aber auch die Bewohner der weiteren Wohnungen im Haus sollen am Gemeinschaftsleben teilnehmen und sich einbringen können. Eine weitere Möglichkeit, das Dorfhuus zu unterstützen, bietet der eigens dafür gegründete Verein.

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