An Sonntagen wird aus dem Restaurant eine Galerie

Langenthal

Die Langenthaler Innenstadt soll im Sommer um ein neues Gastronomieangebot ergänzt werden. In der Galeria werden die Lust am Essen und das Faible für Kunst kombiniert.

Corina Käser will das Ladenlokal in der Innenstadt umbauen lassen.

Corina Käser will das Ladenlokal in der Innenstadt umbauen lassen.

(Bild: top)

Ein neues Restaurant soll ab diesem Sommer den Zentrumspark in Langenthal beleben. So wird der Standort in den Gesuchsakten bezeichnet. Besser bekannt ist das Areal allerdings unter dem Namen Überbauung Innenstadt. Corina Käser plant hier ein Lokal der etwas anderen Art. «Bei uns erhält jeder, was ihm guttut», sagt die Obersteckholzerin.

Am Mittag soll es drei Menüs geben: ein veganes, ein vegetarisches sowie eines mit Fleisch. «Eine Speisekarte gibt es bei mir nicht. Dafür ein Salatbuffet ohne irgendwelche Fleischprodukte, das jedoch zum Beispiel mit einem Steak ergänzt werden kann.» Der 54-Jährigen ist es ein Anliegen, dass auch Menschen mit Allergien oder Intoleranz auf ihre Kosten kommen.

Selbstverständlich wolle sie mit regionalen Anbietern zusammenarbeiten, betont sie weiter. «Das Angebot des Restaurants richtet sich nach demjenigen der Bauern in der Umgebung.» Viel Wert legt Corina Käser zudem auf die Kaffeekultur. «Es gibt normalen Kaffee, einen von sehr hoher Qualität sowie einen Filterkaffee. In diesem Segment arbeite ich mit der Rösterei Aarwangen zusammen.»

Umbau für 150'000 Franken

In den letzten sechseinhalb Jahren war die Fachfrau mit Aus­bildungen zum Koch, Diätkoch, Vollwertkoch und einem Wirte-patent in verschiedenen Betrieben tätig. «Goldnuggets sammeln», nennt die Mutter eines Sohnes dies. «Erfahrungen holen und bringen.» Mal habe sie daran gedacht, ein eigenes Restaurant zu führen, dann wieder nicht, erzählt Corina Käser. «Vor etwa sieben Jahren hatte ich eine Vision», sagt die gläubige Christin. «Den Weg, den ich jetzt wähle, ist für mich ein Schritt im Gehorsam.»

Im Baugesuch sind für das ­Restaurant 59 Sitzplätze ausgeschrieben, 10 davon in einem ­abgeschlossenen Saal (kein Fumoir) sowie etwa 12 auf der Terrasse. Die Aussenbestuhlung wird vorwiegend auf der Seite der Schulhausstrasse zu finden sein. «Ist jedoch ein Gemeinschaftsanlass im Innenhof geplant, so kann ich dies flexibel handhaben», so Käser. Für den notwendigen Umbau des Ladenlokals, in dem sie heute bereits malt und ausstellt, rechnet sie mit Kosten von rund 150'000 Franken.

Als Öffnungszeiten gibt sie für Montag bis Donnerstag von 8 bis 20 Uhr, Freitag und Samstag bis 22 respektive 23 Uhr und am Sonntag mit 10 bis 16 Uhr an. «Am Sonntag gibt es keine warme Küche, sondern Kaffee und Kuchen sowie auf Wunsch eine kalte Platte», nennt sie eine Einschränkung. «Während der Woche handelt es sich um ein Restaurant mit Ausstellungen, am Sonntag in erster Linie um eine Galerie. Daher auch der Name Galeria.»

Als Mitarbeitende will sie in erster Linie ausgesteuerte Personen engagieren. Auch dies aufgrund einer spirituellen Eingabe, wie sie sagt. Sie ist überzeugt: «Es werden die richtigen Leute kommen.» Die Eröffnung ist für den 7. Juli geplant. Bis zum 30. Januar können die Baupläne in der Gemeindeverwaltung eingesehen werden.

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