Zum Hauptinhalt springen

Alterszentrum bei der Porzi?

Über 100 Personen besuchten den Herbstanlass des Hauseigentümerverbands. Thema: «Wohnen im Alter». Diskutiert wurde auch über mögliche Standorte für ein Alterszentrum.

Das Porziareal in Langenthal (Archivbild).
Das Porziareal in Langenthal (Archivbild).
Thomas Peter

«Gute Wohnsituation ist die beste Altersvorsorge.» Mit diesem Zitat von Felix Bohn begann Eva Eymann-Ruch ihr Referat. «Ältere Menschen verbringen sehr viel Zeit in ihrer Wohnung und Wohnumgebung.» Leider sei es traurige Tatsache, dass ältere Menschen oft durch ihre Wohn- und Lebenssituation behindert würden. Damit man nicht in eine Sackgasse gerate, sei rechtzeitiges Vorausschauen und Planen wichtig.

«Durchaus eine Chance»

Eva Eymann-Ruch ging in ihrem Referat am Herbstanlass des Hauseigentümerverbands Region Langenthal im Barocksaal des Hotels Bären auch auf das Altwerden im eigenen Haus ein. Wohneigentum im Alter sei durchaus eine Chance, sagte die Referentin.

Doch die erforderlichen baulichen Anpassungen müssten frühzeitig an die Hand genommen und der Kosten-Nutzen-Faktor dürfe nicht ausser Acht gelassen werden. «Befriedigendes Wohnen im Alter hängt aber nicht vom Wohneigentum allein ab», unterstrich die Gerontologin. Ebenso wichtig sei das kleinräumige Dienstleistungs- und Mobilitätsangebot sowie der leichte Zugang zu Sozialkontakten.

Anteil der Senioren nimmt zu

«Mit der Babyboomergeneration, also mit den Jahrgängen 1946 bis 1964, kommt eine Herausforderung auf uns zu», begann Heimleiter Beat Hirschi sein Referat. Die grösste Generation aller Zeiten werde mit ihrem individualistischen Lebensstil die Wohnkultur der nächsten 20 Jahre prägen.

Unter den verschiedenen Trends im Wohnsektor ging er unter anderem auf das Wohnen in Alters- oder Dienstleistungszentren ein. Darunter ist eine Mischwohnform zu verstehen: Selbstständige und Pflegebedürftige wohnen im gleichen Quartier. Ein umfassendes Dienstleistungsangebot im Umkreis von etwa 200 Metern soll zur Verfügung stehen.

Ob die Stadt Langenthal überhaupt in der Lage wäre, solche Alterszentren zu schaffen, wandte sich Podiumsleiter Stefan Costa vor weit über 100 Zuhörern an Enrico Slongo.

Der Langenthaler Stadtbaumeister antwortete, zwei Quartiere würden sich durchaus dazu eignen, die Alters- und Quartierversorgung einzurichten: das alte Porziareal und das Gebiet Agro Geiser bis Bäregg entlang des offenen Hochwasserschutzkanals. Er betonte die Notwendigkeit des durchmischten Wohnens, damit nicht Altersghettos entstehen. kae

BZ/kae

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch