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Als das Hotel Bären jugendlicher wurde

Vor zwanzig Jahren standen beim Hotel Bären in Langenthal Veränderungen an.

Gerettet: Das ehrwürdige Hotel nach der späteren Renovation 2005.
Gerettet: Das ehrwürdige Hotel nach der späteren Renovation 2005.
Thomas Peter

Am 18. August 1998 war in dieser Zeitung zu lesen, dass die Bären AG in Langenthal drei Millionen Franken investieren will. «Millionenspitze soll Bären retten», so lautete der Titel.

Was war geplant? «Eine Villa Wahnsinn wird der Bären nicht», scherzte der damalige Verwaltungsratspräsident Peter R. Geiser, der 2004 von Thomas Rufener abgelöst werden sollte. «Doch der Bären wird ein modernes, ­luftiges Outfit erhalten. Er soll ­jugendlicher und weniger steif daherkommen.»

Ohne Investi­tionen, so lautete das Urteil, war der Bären in seiner Existenz ­«extrem gefährdet». Denn: «Wenn ein Gasthaus nicht mehr mit den Entwicklungen in der Gastronomie mithält, dann ist es auf dem absteigenden Ast», so Geiser. Er hatte zum damaligen Zeitpunkt für das Umbauprojekt bereits zehn Investoren an der Hand.

Die Bären AG wollte also ein jüngeres Zielpublikum ansprechen. Die 20- bis 35-Jährigen sollten vermehrt zum Stammpublikum zählen. Doch die älteren Gäste wollte man dennoch bei der Stange halten: Eine Radikalkur sollte es nicht werden. ­Allerdings sollte der Bären flächenmässig etwas schlanker daherkommen: Die Schützenstube sollte aufgehoben und in ein Ladenlokal umgestaltet werden.

«Für den Laden haben wir mehrere Interessenten, allerdings ­alle aus dem Textilbereich. Hier hätte ich mir mehr Breite gewünscht», sagte Peter R. Geiser damals. Ende März 1999 sollte bekannt werden, dass Geschäftsführer René Marti seine Boutique Jupiter neu im Bären eröffnen wollte.

Für den Rest der Liegenschaft galt: mehr Transparenz. Der Eingangs- und Réceptionsbereich sollte offener gestaltet werden. Das galt auch für die bisherige Gaststube, die zwar weitgehend unverändert, jedoch von einigen Wänden befreit werden sollte. Und für die bestehende Hotel­halle wurde eine Bar eingeplant.

Auch das Bären-Stübli sollte umgebaut werden. Ein grosser Brocken des Budgets betraf zudem die Arbeiten in der Küche: «Sie wird totalsaniert und mit mondernster Technik bestückt», war zu lesen. Die Umbauarbei-ten sollten im Januar 1999 be­ginnen und rund drei Monate dauern.

Tatsächlich konnte Mitte April die neue Bar im Hotel Bären eröffnet werden. Wo früher schwere Vorhänge gefallen seien und Pols­terstühle gestanden hätten, herrsche jetzt eine Baratmosphäre mit Bistrotischchen und Bartheke, schrieb diese Zeitung in ihrer Ausgabe vom 15. April 1999. Die Renovationsarbeiten am Eingangsbereich und in der Gaststube waren da noch im Gange. Die offizielle Neueröffnung erfolgte im Mai.

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