Wakkerpreis und Tschüss

Langenthal

Der Langenthaler Stadtbaumeister Enrico Slongo verlässt den Glaspalast in Richtung Freiburg.

Wurde als Baumeister des Wakkerpreises gefeiert, nun hat er gekündigt: Enrico Slongo.

Wurde als Baumeister des Wakkerpreises gefeiert, nun hat er gekündigt: Enrico Slongo.

(Bild: Nicole Philipp)

Martin Bürki@tinubuerki27

Enrico Slongo hat emotionale Tage hinter sich: Letzte Woche war der Langenthaler Stadtbaumeister als (Mit-)Träger des Wakkerpreises ein gesuchter Mann. Was er damals schon wusste, aber noch niemandem sagen konnte: Wenn der Preis am 29. Juni im Rahmen eines Festes für die ganze Bevölkerung gefeiert wird, wird er bereits in Freiburg im Üechtland tätig sein.

Er wird dort Stadtarchitekt und Dienstchef des Amtes für Architektur und Stadtplanung. Begründet hat er den Wechsel gemäss Mitteilung des Gemeinderates vor allem mit persönlichen Gründen. Slongo ist in Tafers aufgewachsen und besuchte in der Stadt an der Saane das Gymnasium im Kollegium St. Michael. Zudem sei er aus familiären Gründen seit je in Richtung Westschweiz orientiert. Diese Orientierung reicht weiter als bis Freiburg: Seine Frau ist Waadtländerin, studiert hatte er an der ETH in Lausanne. «Zu Hause sprechen wir Französisch.»

Eine Stadt im Umbruch

An seinem neuen Wirkungsort erwarten Enrico Slongo ähnliche Problemstellungen wie in Langenthal. Ihn erwarte eine Stadt im Umbruch, schrieben die «Freiburger Nachrichten». In der Mitteilung der Stadt ist die Rede von der Wiederaufwertung des Burgquartiers, der Neugestaltung des Bahnhofplatzes, dem Bau von Schwimmbad und Eishalle sowie schulischer Infrastruktur. Im Amt für Architektur und Stadtplanung der Stadt Freiburg mit ihren rund 38500 Einwohnern arbeiten 145 Personen, in Langenthal sind es rund 50.

Als Grund für seinen Wegzug nennt der Stadtbaumeister auch die hohe Arbeitsbelastung. Ein angemessenes Gleichgewicht zwischen Beruf und Familie lasse sich damit nicht erreichen, vor allem nicht mit einem weiten Arbeitsweg. Er wohnt in Muri bei Bern – nach Freiburg verkürzt sich dieser Weg um eine halbe Stunde.

Wie der Gemeinderat von Langenthal mitteilt, soll sich dies in Zukunft jedoch ändern. Ein Organisationsentwicklungsprozess stehe kurz vor dem Abschluss. Die Stelle soll denn auch erst ausgeschrieben werden, wenn die neue Organisation des Stadtbauamtes feststeht. Wann dies sein wird, teilt der Gemeinderat nicht mit. Er geht aber von einer Übergangszeit nach dem 1. Mai aus.

Berner Zeitung

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