Petition gegen den Kadi-Geruch

Langenthal

Die Anwohner beschweren sich erneut über die Gerüche, die von der Tiefkühlherstellerin Kadi stammen sollen, und fordern Lösungen.

Anwohner beschweren sich über Gestank in der Kanalisation, mutmasslich verursacht durch die Kadi AG in Langenthal.

Anwohner beschweren sich über Gestank in der Kanalisation, mutmasslich verursacht durch die Kadi AG in Langenthal.

(Bild: Thomas Peter)

«Uns stinkts», das schreiben Ernst Roth und Jürg Röthlisberger in einer Petition, die sie Mitte letzten Monat dem Langenthaler Gemeinderat zuschickten und in die Briefkästen in der Umgebung steckten. Darin geht es mal wieder um Gerüche an der Eisenbahnstrasse, die von der nahen Kadi stammen sollen.

Seit drei Jahren sei man bezüglich des Gestanks aus Kanalisation, Biogas- und Frittieranlage in Kontakt mit der Tiefkühlherstellerin und dem Stadtbauamt. Die Anwohner fühlten sich dabei «massiv in der Lebensqualität gestört und beeinträchtigt», schreiben die beiden Beschwerdeführer. Diesen Umstand wollen sie nicht mehr weiter hinnehmen. Von der Stadt wollen sie daher wissen, ob das Thema im Gemeinderat schon diskutiert worden sei und welche Massnahmen dieser dagegen plane zu unternehmen.

Es ist nicht das erste Mal, dass die Kadi Beschwerden erhält. Schlechte Gerüche von der Produktion wurden bereits vor Jahren reklamiert. Seit einem Jahr läuft nun eine neun Millionen Franken teure Einrichtung, die den Frittierprozess verbessern und Gerüche dank thermischer Nachverbrennung verringern soll.

Dadurch sollen giftige Schwefelwasserstoffe nicht mehr austreten und die Frittiergerüche in der Umgebung verschwinden. Ohne Verbrennung im 750 Grad heissen bleibt die Frühlingsrollenproduktion. Diese wird in einer kleinen Anlage durchgeführt, eine Investition steht gemäss dem Unternehmen noch aus.

jpw

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