Langenthal

Komödie und Party zum Abschluss

LangenthalZuerst mit einem Floh und später mit Tanzrhythmen im Ohr wurde das Saisonende im renovierten Stadttheater Langenthal gefeiert.

Zum Schluss wagt sogar Theaterleiter Reto Lang zu Latin-Musik einen Tanz mit einer Salsera.

Zum Schluss wagt sogar Theaterleiter Reto Lang zu Latin-Musik einen Tanz mit einer Salsera. Bild: Olaf Nörrenberg

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Vor der Aftershowparty im Theater 49 strapaziert die Verwechslungskomödie «Der Floh im Ohr» die Lachmuskeln des Publikums. In diesem rasant inszenierten Lustspiel präsentiert das Theaterensemble Ulm grossartige Schauspielkunst. Allen voran Gunther Nickles in der Doppelrolle als ­Victor Emanuel Chandebise und als wehmütiger Portier im Stundenhotel. Auch Kammerdiener ­Etienne alias Jakob Egger erheitert mit seinem Sprachfehler. Dass das Theater nur zur Hälfte besetzt ist, liegt wohl am langen Auffahrtswochenende, tut aber der Freude keinen Abbruch.

Höhepunkte der Kleinkunst

Nach dem klassischen Pariser Boulevard kommen die Theaterbesucher und neue Gäste in den Genuss von kubanischen Rhythmen: Aus dem Theater 49 ertönt mitreissende Latin-Musik. An der Bar im Vorraum werden exotische Cocktails gemixt. Die Langenthaler Band Salsalocas sorgt für einen feurigen Saisonabschluss. Sogar Reto Lang wagt ein Tänzchen mit einer Salsera. In seinen Begrüssungsworten zeigt sich der Theaterleiter sichtlich erfreut, zusammen mit vielen Gästen die erste erfolgreiche Saison im renovierten Stadttheater zu feiern: «Vor zwei Jahren haben wir hier im ehemaligen Kulissenkeller, um­geben von Requisiten, ein Abschiedsfest zelebriert. Jetzt befinden wir uns in den neuen Räumlichkeiten und freuen uns auf neue Höhepunkte der Kleinkunst.»

Es wird angestossen, gelacht und gescherzt. Miteinander reden sei kaum möglich, dafür sei der Saal definitiv zu klein, meint ein Langenthaler Ehepaar, das regelmässig ins Stadttheater geht, etwas bedauernd. Andere Gäste lassen sich von den afrokubanischen Perkussionsrhythmen mitreissen und bewegen sich im Takt. Am Tanzen sind vor allem Paare der Salsa-Tanzschule Cubaila. Die Tanzstile sind unterschiedlich – von einfachen Drehungen bis zu schnellen Kombinationen.

Salsa mit Spezialgast

Die einheimische Combo überzeugt mit Virtuosität, leidenschaftlicher Musik und der kubanischen Sängerin Doris Lavin als Spezialgast. Salsa heisst übersetzt «Sauce», und wie diese bestehen auch Musik- und Tanzstil der Salsa aus verschiedensten Zutaten. Ebenso wie das breit gefächerte Kulturangebot, welches das Stadttheater Langenthal seinen Besuchern auch in der neuen Spielsaison präsentieren wird. Nach der Party ist schliesslich vor der Party. (Langenthaler Tagblatt)

Erstellt: 13.05.2018, 16:39 Uhr

Erste Bilanz

Zufrieden und auch erleichtert blickt Theaterleiter Reto Lang auf die erste Spielzeit im sanierten Haus zurück. Nicht alles war im Vorfeld plangemäss gelaufen. Besonders Probleme mit dem Ticketing stellten das Theaterteam vor Herausforderungen. Auch fand das Familienmusical «Der kleine Lord» als eigentliches Eröffnungsstück Ende Dezember beim Publikum nicht die erhoffte Resonanz. Gut vier Monate später sind die Sorgen von damals vergessen: Die Besucherzahlen, in der letzten Spielzeit vor dem Umbau 2015/2016 arg rückläufig, hätten sich massiv gesteigert, sagt Lang. Allein im März seien acht Vorstellungen ausverkauft gewesen. Gerade die Kleinkunstprogramme fänden grossen Anklang. «Schauspiele haben dagegen nicht mehr jene Kraft, die sie mal hatten», verweist Lang auf Entwicklungen, wie sie generell auszumachen seien in der Theaterszene.

Auch die kommerziellen Vermietungen als dritte Säule des neuen Stadttheaters seien erfreulich angelaufen, sagt Reto Lang. Führungen seien ebenfalls gefragt. «Und dies, obwohl wir noch gar nicht richtig mit dem Marketing begonnen haben.» Hier verspreche man sich natürlich noch eine weitere Steigerung, werde man Vermietungen dereinst doch auch in der Zwischensaison von Juli bis September anstreben, sagt Lang.

Die nun bevorstehende spielfreie Zeit werde nun primär für weitere Optimierungen im Stadttheater genutzt – habe man in den vergangenen Monaten doch wichtige Erfahrungen sammeln können. Auch bauliche Massnahmen stehen an. So gilt es etwa einen Fehler in der Saalbelüftung zu beheben, der zu einem wüsten Fleck an der frisch sanierten Decke geführt hat. Auch der unzureichenden Akustik im Foyer werde man sich in der Sommerpause annehmen, sagt der Theaterleiter. Damit die Mängel pünktlich zum Beginn der neuen Spielzeit im Oktober behoben seien. (khl)

Kommentare

Blogs

History Reloaded Zwei Fäuste und ein Bild für die Ewigkeit

Michèle & Friends Was ich alles nicht tun werde

Werbung

Weiterbildung

Ausbildung & Weiterbildung Finden Sie die passende Weiterbildung Technischer Kaufmann, Deutsch lernen, Coaching Ausbildung, Präsentationstechnik, Persönlichkeitsentwicklung

Die Welt in Bildern

Heftiges Wortgefecht: Ein palästinensischer Mann und ein israelischer Soldat geraten aneinander wegen der israelischen Order, eine Schule bei Nablus zu schliessen. (15. Oktober 2018)
(Bild: Mohamad Torokman) Mehr...