Roggwil

Keine höheren Beiträge für Tokjo

RoggwilDer Gemeinderat ist nicht bereit, mehr an Tokjo zu zahlen. Damit ist fraglich, wie die Jugendarbeit ihre Praktikumsstellen und so ihr heutiges Angebot aufrechterhalten soll.

Eine Erhöhung der Beiträge von heute 30 auf gut 40 Franken pro Kind und Jahr lehnt der Rat ab.

Eine Erhöhung der Beiträge von heute 30 auf gut 40 Franken pro Kind und Jahr lehnt der Rat ab. Bild: Marcel Bieri

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Der Entscheid bedeute kein Votum gegen die Jugendarbeit, hält die Roggwiler Exekutive in ihrer knapp gehaltenen Information aus dem Gemeinderat fest.

Die Dienstleistungen des Träger­vereins offene Kinder- und Jugendarbeit Oberaargau (Tokjo) in Roggwil würden sehr geschätzt. Eine Erhöhung der Beiträge von heute 30 auf neu 39.75 Franken pro Kind und Jahr, wie sie Tokjo ihren zehn Trägergemeinden für die Aufrechterhaltung zumindest eines Teils ihrer Praktikumsstellen beantragt hat, lehnt der Rat dennoch ab.

Der Beschluss des Grossen Rates, der Jugendarbeit die Leistungen für diese Stellen zu streichen, dürfe nicht bedeuten, dass die nun fehlenden Gelder automatisch bei den Gemeinden erhoben werden, begründet der Roggwiler Gemeinderat seinen Entscheid.

Nur mit allen

Dabei haben Lotzwil, Wynau und inzwischen auch Aarwangen dem Antrag der Jugendarbeit stattgegeben. Der Wegfall der Gelder hätte für Tokjo einschneidende Auswirkungen, verweist der Gemeinderat von Aarwangen auf seiner Website auf die Bedeutung der Praktikumsstellen für die Jugendarbeit. Die Praktika machen heute rund ein Drittel von deren Gesamtstellenetat und damit auch vom Leistungsangebot aus.

Mit dem Nein aus Roggwil scheint der Finanzierungsvorschlag von Tokjo allerdings gescheitert. Er sieht, dem Prinzip der Solidarität zwischen den Gemeinden folgend, eine Beteiligung aller involvierten Kommunen vor.

Es sei nicht denkbar, dass Praktikanten nur in einzelnen Gemeinden eingesetzt würden, sagte Tokjo-Stellenleiter Thomas Bertschinger im April. Zumal der Grossteil der Leistungsangebote der Jugendarbeit ohnehin regional ausgerichtet sei. (Langenthaler Tagblatt)

Erstellt: 30.05.2018, 15:57 Uhr

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