Oeschenbach

Käserei in Oeschenbach schliesst im Oktober

OeschenbachBetriebsleiter Peter Haslebacher hat gekündigt und wird die Käserei in Oeschenbach nicht weiterführen. Die Genossenschaft sucht die Zusammenarbeit mit dem benachbarten Ursenbach.

Bald produziert Peter Haslebacher in Oeschenbach die letzten Emmentaler.

Bald produziert Peter Haslebacher in Oeschenbach die letzten Emmentaler. Bild: Thomas Peter

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Die angespannte Situation auf dem Markt für den Emmentaler Käse fordert ein weiteres Opfer: In Oeschenbach hat Betriebsleiter Peter Haslebacher gekündigt. Er wird ab Oktober bei Emmi in dessen Höhlenlager in Kaltbach arbeiten, wie er im neuesten Gemeindeblatt, dem Oeschenblatt, bekannt gab.

Die 17 Milchlieferanten der ­Käsereigenossenschaft Oeschenbach werden gemäss Haslebacher eine Zusammenarbeit mit der benachbarten Genossenschaft in Ursenbach suchen. Doch die Situation in diesen Betrieben ist einer der Hauptgründe für die Kündigung des Betriebsleiters.

Auf rund der Hälfte der Höfe, von denen die Milch der Käserei Oeschenbach stammt, stehen in nächster Zeit Pensionierungen an. Die damit verbundene Unsicherheit habe ihn bewogen, für den Rest seiner Arbeitszeit bis zu seiner Pensionierung eine neue Stelle zu suchen, erklärt der 57-Jährige.

Seit 1991 war er Betriebsleiter der Käserei Oeschenbach. Im Juli schloss Oliver Wirtz, sein 16. Lehrling, seine Ausbildung ab. Einen neuen stellte er nicht mehr an. Das Käselädeli wird bereits ab 1. Oktober geschlossen sein. Im Keller werden die letzten Käse noch bis Januar reifen.

Seit zehn Jahren ist Peter Haslebacher auch Gemeindepräsident von Oeschenbach. Dieses Amt werde er Ende Jahr ebenfalls abgeben, hält er fest. Diesen Entschluss habe er bereits gefällt gehabt, bevor er sich entschieden habe, seine Arbeitsstelle zu kündigen. (Langenthaler Tagblatt)

Erstellt: 12.09.2018, 18:22 Uhr

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