Niederbipp

Jurablick: Verzögerung führt zu günstigeren Preisen

Niederbipp Ende Jahr soll Aufrichte gefeiert werden und im Spätherbst 2017 Einweihung. Am Freitag erfolgte der Spatenstich zum Erweiterungsbau des Alterszentrums Jurablick in Niederbipp.

Spatenstich mit (v.?l.) Architekt Martin Born, Verbandspräsident Daniel Gnägi, Baukommissionspräsident Roger Haas und Heimleiter Beat Hirschi.

Spatenstich mit (v.?l.) Architekt Martin Born, Verbandspräsident Daniel Gnägi, Baukommissionspräsident Roger Haas und Heimleiter Beat Hirschi. Bild: rgw

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Elf Gemeinden gehören dem Verband Alterszentrum Jurablick an. Präsident ist Daniel Gnägi. Vier Jahre für Planung und Bewilligung seien eine reife Leistung, erklärte er den Gemeindevertretern und Gästen. Am Anfang stand eine Vernehmlassung. Acht der elf Verbandsgemeinden hatten angeregt, auf dem Areal an der Wydenstrasse Alterswohnungen zu bauen. Dieser Gedanke wurde aufgenommen und mit Dienstleistungsangeboten ergänzt.

Neun Alterswohnungen, Räume für die Spitex Bipp Plus, eine Aussenstation von Tabeo Langenthal, eine Gemeinschafts­praxis und ein multifunktionaler Saal, der den Bedürfnissen des ­Alterszentrums Rechnung tragen soll, sind im Erweiterungsbau vorgesehen. Laut Heimleiter Beat Hirschi wird das Alterszen­trum durch den Bau um eine neue Wohnform erweitert. Alterswohnungen in Zentrumsnähe würden aufgrund des demografischen Wandels einem zunehmenden Bedürfnis entsprechen.

Zwar werden vom Alterszentrum bereits 42 bestehende Alterswohnungen verwaltet. Sie befinden sich jedoch im Besitz der Einwohner- und Burgergemeinde Niederbipp und stehen deshalb vorwiegend Einheimischen zur Verfügung. Bei der Belegung der 9 neuen Alterswohnungen dagegen sollen die übrigen Verbandsgemeinden Vortritt haben.

Die Diversifikation der Angebote auf dem Areal stelle einen strategisch wichtigen Punkt dar, um die Institution mit mittlerweile 102 Mitarbeitenden weiterzuentwickeln. Deshalb unterstütze auch die Stiftung AGE (Stiftung für das Alter) mit Sitz in Zürich das Projekt mit 200 000 Franken. In der Begründung heisst es unter anderem: «Die Vielfalt an komplementären Angeboten rund um den Heimalltag ist bemerkenswert.» Das gesamte Paket ermögliche viele Kontakte und Aktivitäten.

7,58 Millionen Franken

Für die Realisierung der Erweiterung hat der Gemeindeverband eine Baukommission eingesetzt. Präsident ist Roger Haas. Die voraussichtlichen Gesamtkosten belaufen sich auf 7,58 Millionen Franken. Darin enthalten ist der Kauf jener Liegenschaft, die in den letzten Tagen bereits abgerissen wurde.

Die Finanzierung ist laut Haas über Banken vor Ort sichergestellt. Rund ein Viertel der Arbeiten sei bereits vergeben, und zwar soweit möglich an Firmen aus der Region. Die Pensionskasse der Berner Kantonalbank habe ein Näherbaurecht für die Einfahrt zur Tiefgarage gewährt. Auch die nördlichen Nachbarn hätten sich grosszügig gezeigt. Für die nun zu bauenden Alterswohnungen würden bereits erste Anmeldungen vor­liegen.

Zu günstigeren Preisen

Architekt Robert Sutter erläuterte den Anwesenden kurz das gesamte Projekt. Das Baugesuch sei im Dezember 2013 eingereicht worden. Eine einzelne Einsprache habe das Verfahren verzögert. Die definitive Bewilligung sei im August 2015 eingetroffen. Die zeitliche Verzögerung habe jedoch auch ihre guten Seiten. Da sich in der Zwischenzeit die Hochkonjuktur im Baugewerbe merklich abgeschwächt habe, stelle er bei der Submission fest, dass man heute zu günstigeren Preisen bauen könne. Für Ende 2016 hoffe man, den Kopfbau aufrichten zu können. Im Spätherbst 2017 soll die Einweihung über die Bühne gehen. (Berner Zeitung)

Erstellt: 06.02.2016, 07:11 Uhr

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