Hier Stollen-,dort Biberschaden

Oberaargau

Der Langete-Entlastungsstollen und ein Nager standen bei der Delegiertenversammlung des Hochwasserschutzes im Fokus.

In Lotzwil hat ein Biber Schaden in der Höhe von 52'000 Franken angerichtet.

In Lotzwil hat ein Biber Schaden in der Höhe von 52'000 Franken angerichtet.

(Bild: iStock/Symbolbild)

Im letzten Herbst hat die Bohrunternehmung AEB Erdwärme AG am Entlastungsstollen Langete in Bützberg vertikale Bohrarbeiten für die Erdwärmesonden ausgeführt. Dabei wurde versehentlich die Verkleidung des Entlastungsstollens angebohrt.

Ende Januar 2019 hat  die IUB Engineering AG ihre Freigabe gegeben, um den Hohlraum und die beschädigte Betonoberfläche zu füllen. Fünf Tage später sei gemäss Präsident Andreas Fankhauser die glatte Oberfläche des Hohlraums aufgeraut und mit Schnellmörtel überdeckt worden. Jetzt weigere sich aber der Unternehmer, die Kosten von rund 25'000 Franken zu übernehmen, weshalb der Hochwasserschutzverband unteres Langetental via Notar Regress nehmen will.

Weiter war in Lotzwil der Biber aktiv: Für die Behebung eines Schadens besteht der Kostenvoranschlag von 52'000 Franken für die Dammsicherungen. Noch fehle aber die Bewilligung der Behörde. Als Sofortmassnahme habe man den Schieber in Madiswil verstellt, sagte Fankhauser. «Aber wenn es stark regnet, habe ich ein schlechtes Gewissen und Angst.»

Er hoffe sehr, dass die Behörde in Bern die Dringlichkeit einsehe und für das Projekt grünes Licht gebe, ergänzte Wasserinspektor Beat Schöni. «Wir können froh über die seit Januar andauernde Trockenheit sein.» Das Projekt sieht vor, den bestehenden Bewässerungsgraben neu zu erstellen, einen Damm vorzubauen und zu bepflanzen, sowie ein Diagonalgeflecht als Bibersperre.

Zuversicht für Abstimmung

Präsident Fankhauser informierte auch über den Hochwasserkanal beim Entwicklungsschwerpunkt (ESP) Bahnhof Langenthal. Hier gelte es, Synergien mit Stadt, SBB und Aare Seeland mobil zu nutzen. Der Verband erachtet es als sinnvoll, den Hochwasserkanal neu zu bauen, zumal diese Lösung nur drei Prozent teurer wäre als die Sanierung des bestehenden Kanals.

Zuversicht herrsche derweil, dass das Langenthaler Stimmvolk am 19. Mai den Rahmenkredit zur Finanzierung der weiteren Planungsphasen für das Jahrhundertprojekt ESP Bahnhof bewilligen wird.

Am Schluss der Versammlung gab es Fragen zu «relativ vielen» gefällten Eschen entlang der Langete, speziell zwischen Lotzwil und Langenthal. Grund: Die von einer Pilzkrankheit befallenen Bäume hätten eine Gefahr für Fussgänger bedeutet.

Gelobt wurde die Zusammenarbeit beim Projekt zur Revitalisierung der Langete mit dem Verein Smaragdgebiet Oberaargau um Agronom und Umweltingenieur Werner Stirnimann im Bereich Ökologie und Artenvielfalt.

Kassier Jürg Zurlinden präsentierte den Vertretern der Verbandsgemeinden die Rechnung 2018. Die Kosten belaufen sich auf über 200000 Franken. Langenthal werden 84913 Franken in Rechnungen gestellt, der Gemeinde Madiswil 42113 Franken, Lotzwil 39535 Franken, Roggwil 38362 Franken und Aarwangen 5775 Franken.

Langenthaler Tagblatt

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