Wiedlisbach

Endlich geht es einen Schritt vorwärts

WiedlisbachDie Gemeindeversammlung stimmt dem Neubau der Sporthalle zu. Für den Gemeinderat endet damit ein Leidensweg. Doch die richtige Arbeit beginnt erst jetzt.

Hell soll sie werden und aus viel Holz bestehen: Die neue Sporthalle auf dem Bütikofer-Areal, welche die Wiedlisbacher erdauern mussten. Es brauchte mehr als einen Anlauf, bis die Stimmberechtigten zugestimmt haben.

Hell soll sie werden und aus viel Holz bestehen: Die neue Sporthalle auf dem Bütikofer-Areal, welche die Wiedlisbacher erdauern mussten. Es brauchte mehr als einen Anlauf, bis die Stimmberechtigten zugestimmt haben. Bild: Olaf Nörrenberg

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Es ist mucksmäuschenstill unter den 123 Stimmberechtigten (von 1589). Keine offenen Fragen mehr? Selbst Gemeindepräsident Martin Frank ist überrascht. «Das muss eine sehr gute Präsentation gewesen sein», sagt er.

In der Tat hat die Sonderbaukommission viele Hebel in Bewegung gesetzt, damit das Projekt zum Neubau der Sporthalle in Wiedlisbach an der letzten Gemeindeversammlung des Jahres vorgestellt werden kann. Für etwa eine Stunde referieren Gemeindeverantwortliche sowie Gäste zum heiklen Thema, das hier über Monate für Gesprächsstoff gesorgt hat.

Jetzt winkt der Souverän den Baukredit von 6,625 Millionen Franken mit 115 Ja- zu 4 Nein-Stimmen klar durch. Im vergangenen April noch lehnten die Stimmberechtigten den ersten Planungskredit zum Sporthallenneubau einstimmig ab. Das neue Vorprojekt konnten sich die Wiedlisbacher nun direkt im Vorfeld der Gemeindeversammlung an Plänen, Visualisierungen und einem Kleinmodell in der Froburg ansehen.

Den Zuschlag zum Bau erhielt unlängst die Hector Egger Holzbau AG aus Langenthal. Martin Allemann, Präsident der Sonderbaukommission, sagt: «Wir wollten grösstmögliche Planungssicherheit und auch ein ­wenig Konkurrenzdruck.» Deshalb hätten sie zwei Vorprojekte in Auftrag gegeben.

Viel Holz zu gutem Preis

Für die Hector Egger Holzbau AG hätten schliesslich die gute Zusammenarbeit und die Kostentransparenz gesprochen, heisst es seitens des Gemeinderates unisono. Die Firma garantiert zudem ein Kostendach von ebendiesen 6,625 Millionen Franken – oder nach Möglichkeit bis zu 10 Prozent tiefer. Architekt Michael Arn weist darauf hin, dass es nicht einfach war, in so kurzer Zeit auf einem so kleinen Areal, wie dies die Bütikofer-Parzelle ist, eine derart grosse Halle zu planen.

Das Modell, das die künftige Sporthalle in ihrer Umgebung zeigt. Bild: Olaf Nörrenberg

Doch da steht sie nun, zumindest auf dem Plan, mit viel Holz, Licht und im Blau von Wiedlisbach. Die Erleichterung nach dem Ja zum Baukredit ist den Verantwort­lichen ins Gesicht geschrieben. Gemeindepräsident Frank und Gemeindeschreiber Patrick Hofer klatschen sich ab.

Die Baubewilligung soll nun bis Ende Juli 2017 beantragt sein. Baubeginn ist voraussichtlich im darauf folgenden September, antizipierte Eröffnung am 1. August 2018. Die Gemeinde wird nach zusätzlichen Einschüssen sowie Beiträgen von der Burgergemeinde und dem Sportfonds (700 000 Franken) einen Finanzierungsfehlbetrag von circa 4,425 Millionen Franken haben.

Neues Jahr sieht Defizit vor

Die Gemeindeversammlung hat ebenfalls dem Budget 2017 zugestimmt. Dieses veranschlagt ein Defizit von 48 000 Franken, besonders wegen der geplanten Investitionen. Der Gemeinderat sieht sich daher gezwungen, den Steuerfuss auf 1,67 Einheiten zu erhöhen (von bisher 1,59).

Das Defizit soll dem Eigenkapital entnommen werden, das per Ende 2017 noch etwa 3 Millionen Franken betragen wird. Samuel Meyer, Gemeinderat Finanzen, hebt hinsichtlich der bevorstehenden Ausgaben hervor, dass die Kostenbeobachtung derzeit oberste Priorität geniesse.

Dennoch hat der Souverän zwei zusätzliche Kredite genehmigt – 140 000 Franken für das Projekt «Interaktives Schulzimmer» und 213 000 Franken, um das Pumpenhaus/Brunnstube Hausmatt zu sanieren. Und schliesslich soll im Sommer 2017 eine zusätzliche Klasse ins neue Schuljahr starten, dies wegen ­stetig steigender Schülerzahlen. Vieles ist derzeit in Bewegung. In und um Wiedlisbach wird es in naher Zukunft daher wohl kaum ruhig werden. (Berner Zeitung)

Erstellt: 13.12.2016, 16:17 Uhr

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