Ein Ort macht noch kein Stadion

Redaktionsleiterin Chantal Desbiolles über den Standortentscheid für die neue Eissportarena in Langenthal.

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Endlich ist er da, der lange erwartete Entscheid. Langenthals Stadtregierung hat sich nach dem dritten Drittel noch eine Verlängerung ausbedungen, ehe sie beschlossen hat: Im Hard, zwischen Parkhotel und Berufsfachschule, liegt der Boden für die Planung eines Stadions.

Dieser Standort ist im Grunde nicht besser oder schlechter als andere. Denn alle der geprüften Varianten kommen mit deutlichen Nachteilen daher, was das langwierige Abwägen von Interessen mindestens zum Teil erklärt. Auf dem Reitplatz fällt die Verdrängung der Reitszene ins Gewicht, mehr aber noch die Altlastenthematik. Neben der heutigen Eishalle auf dem Schorenhoger würde ein Ausbau einen massiven Eingriff in den Wald bedeuten – und die Burger sind nicht zu Verhandlungen bereit.

Das Porzi-Areal liegt – mehr als alle anderen Orte – mitten im Wohngebiet und soll diverser ­genutzt werden. Im jetzt vorgeschlagenen Gebiet Hard nun sind es die Schrebergärten, die für den Bau eines Stadions verlegt würden.

Der Konjunktiv ist hier durchaus angebracht. Nachdem die verschiedenen Möglichkeiten auf eine reduziert worden sind, sind zwar die Weichen für eine Zukunft des Eissports im Oberaargau gestellt. Allerdings nimmt die Wahl eines Standorts einen Volksentscheid nicht vorweg. Bis zu einem Stadion ist der Weg noch lang und holperig.

Mail: chantal.desbiolles@bernerzeitung.ch (Langenthaler Tagblatt)

Erstellt: 12.01.2018, 19:05 Uhr

Chantal Desbiolles, Redaktionsleiterin.
Mail: chantal.desbiolles@bernerzeitung.ch.

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