Die Musik spielte drinnen

Die ersten Langenthal Sessions haben am Samstag für volle Bars und Beizen gesorgt.

Folksänger Shem Thomas zog das Publikum im neu eröffneten The Malt in seinen Bann.<p class='credit'>(Bild: Marcel Bieri)</p>

Folksänger Shem Thomas zog das Publikum im neu eröffneten The Malt in seinen Bann.

(Bild: Marcel Bieri)

«The answer, my friend, is blowing in the wind…» Mit alten Klassikern wie diesem Song von Bob Dylan, aber auch mit eigenen Liedern unterhielt Shem Thomas am Samstag während vier Stunden ein immer wieder neues Publikum im The Malt. Jeweils zur vollen Stunde betrat der Schweizer Musiker die Bühne im noch jungen Lokal, um für je eine halbe Stunde Lieder aus seinem Repertoire zum Besten zu geben.

Die durch seine Musik vermittelte Stimmung vermochte die Bar im ehemaligen Laden der Renet AG zu füllen und ergriff die zahlreichen Besucher. Ob mit Beatbox und Loop-Maschine, ob auf Schweizerdeutsch oder Englisch: Der Folksänger überzeugte mit seiner Bühnenpräsenz. Dabei war sein Konzert nur eines von zehn, die im Rahmen der ersten Langenthal Sessions in ebenso vielen Lokalen in der Stadt abgehalten wurden.

Für ein Hutgeld

Wie schon beim Street Festival und beim Barathon steckt als Organisatorin auch hinter diesem neuen Event Irene Ruckstuhl. Ihr Ziel: die Innenstadt Langenthals mit einem weiteren Anlass zu nächtlichem Leben zu erwecken. Wobei bei den Sessions nun nicht die Musiker zwischen den Bühnen zirkulierten, wie das am Street Festival jeweils der Fall ist, sondern die Gäste.

Eintritt wurde vor Ort indes keiner verlangt, die Künstler spielten für ein Hutgeld. So liess das Barpersonal von Zeit zu Zeit immer wieder Hüte durch die Menge wandern, und jeder, der bereit dazu war, konnte seinen Betrag beisteuern. Es sei ein Prozedere, das sehr gut funktioniere, so Irene Ruckstuhl. Die Künstler seien mit dem Hutgeld alles in allem denn auch mehr als zufrieden gewesen.

Fortsetzung wahrscheinlich

Stellt sich die Frage, ob es der Organisatorin auch geglückt ist, den gewünschten Effekt bei den Langenthaler Nachtschwärmern hervorzurufen? Das ist es: Trotz – oder vielleicht gerade wegen – der niedrigen Temperaturen herrschte in den Bars und Kneipen der ganzen Stadt ein dichtes Gedränge und ein entsprechender Lärmpegel.

Das Publikum vereinigte Vertreter aller Altersklassen. Und die Musik variierte stark von Bar zu Bar: von Folk über Mundart bis hin zu von Trompeten getragenen Salsaklängen. Nur zwischen den Konzerten leerten sich die Lokale, und die Gäste machten sich auf den kalten Strassen Langenthals auf die Suche nach neuen Klangerlebnissen.

Alles in allem also eine Bereicherung des Langenthaler Nachtlebens, bei deren einmaliger Austragung es nicht bleiben soll: Es werde höchstwahrscheinlich eine Wiederholung geben, sagte Irene Ruckstuhl am Sonntag.

Langenthaler Tagblatt

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