Wangen

3,3 Kilometer Lichter bis zur Krone

WangenDas Hotel Al Ponte in Wangen verwandelt sich im Winter in ein Weihnachtswunderland. Frank Walker ist stolz auf sein Werk. Der Stromverbrauch halte sich in Grenzen, betont der Geschäftsführer.

Der diesjährige Blickfang: Bis zum äus­sersten Ästchen ist die hoteleigene Linde mit einer über drei Kilometer langen Lichterkette umwickelt.

Der diesjährige Blickfang: Bis zum äus­sersten Ästchen ist die hoteleigene Linde mit einer über drei Kilometer langen Lichterkette umwickelt. Bild: Thomas Peter

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Kaum jemandem, der in diesen Wochen abends oder frühmorgens auf der A 1 fährt, dürfte das Al Ponte an der Aare entgehen. Auch wenn sich manch einer nicht bewusst sein wird, dass es sich dabei um das Wanger Gasthaus handelt. Eines, das im Winter die ganze Autobahn überstrahlt. Seit etwa acht Jahren schmückt Geschäftsführer Frank Walker sein Hotel, das zwar zu Wangen gezählt wird, aber offiziell auf Wiedlisbacher Boden steht, zur Weihnachtszeit mit sehr, sehr vielen Lichtern.

Früher kam die Sache gar noch recht bunt daher. «Wir haben einfach aufgehängt, was so vorhanden war», sagt Walker. Mit der Zeit hätten er und seine Frau dann den Eindruck gewonnen, dass es zu kitschig werde. Deshalb erstrahlt die Beleuchtung heuer zwar einheitlich, dafür aber auch umso üppiger. «Eigentlich dachte ich immer, es sei nun genug. Trotzdem wurde es von Jahr zu Jahr mehr», sagt Frank Walker mit einem Lachen.

65'000 Lämpchen seien es in diesem Jahr, er habe gezählt. Miteingerechnet sind auch die Lichter an der hoteleigenen Linde. Denn sie ist der grösste Blickfang in diesem Winter. Vom Stamm bis zum äussersten Ast ist der Baum mit Lämpchen behängt. Gemäss Walker ist die Lichterkette 3,3 Kilometer lang.

Täglich positive Reaktionen

Keine Frage, die opulente Weihnachtsdekoration ist ein echter Blickfang. Das beweisen auch die zahlreichen Reaktionen, welche fast täglich bei Frank Walker eintrudeln. «Es sind ausnahmslos positive Rückmeldungen», sagt er. Eine Wangerin habe ihm vor kurzem sogar extra eine Postkarte geschrieben, um für die gelungene Dekoration zu gratulieren. Kritische Stimmen, etwa wegen der Lichtverschmutzung, habe er bisher keine vernommen.

Überhaupt kein Thema sei die Beleuchtung des Al Ponte jeweils in der Exekutive, sagt Gemein­depräsident Fritz Scheidegger (SVP). Denn das Hotel gehöre ja eigentlich zu Wiedlisbach. Nichtsdestotrotz sei ihm bewusst, dass in Wangen viel über die Weihnachtsdekoration geredet werde. Scheideggers persönliche Meinung: «Mir gefällt es. Und an dieser Lage, direkt an der Autobahn, ist es natürlich geschickt.»

100 bis 150 Franken mehr

So schön das ganze Hotel in seinem Winterkleid auch aussehen mag, die vielen Lichter dürften doch regelrechte Stromfresser sein. Doch Frank Walker verneint: «Unser Pizzaofen verbraucht doppelt so viel Strom wie die gesamte Weihnachtsbeleuchtung.» Denn er verwende ausschliesslich stromsparende LED-Lämpchen. Daher falle auch die Stromrechnung in der kalten Jahreszeit nicht wesentlich höher aus. Lediglich mit 100 bis 150 Franken schlägt die Beleuchtung dem Hotelier zufolge pro Monat zu Buche.

Hoch ist hingegen der Arbeitsaufwand. Jeweils Ende Okto­ber greift der Geschäftsführer höchstpersönlich zu den Sternen, Rentieren und Weihnachtsbäumen und wagt sich damit aufs Hoteldach. «Ich mache das gerne, es ist für mich ein Hobby.» Etwas weniger Spass mache indes der Abbau Ende Januar. Dann verschwindet der ganze Prunk wieder in Kisten. Dafür kann Frank Walker guten Gewissens in die wohlverdienten Skiferien reisen. (Langenthaler Tagblatt)

Erstellt: 18.12.2017, 17:23 Uhr

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