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2020 war einmal: Fusion folgt später

Die Vorarbeiten dauern länger, das Dorf Obersteckhof bleibt mindestens bis übernächstes Jahr unabhängig.

Heinrich Jörg bleibt einmal mehr noch etwas länger als geplant Gemeindepräsident.
Heinrich Jörg bleibt einmal mehr noch etwas länger als geplant Gemeindepräsident.
Thomas Peter

Ganz unverhofft kommt die Planänderung nicht. Zwar ist der Wasserstreit in Obersteckholz mittlerweile beigelegt, haben Gemeinde und Wasserversorgungsgenossenschaft am Ende doch zu einer einvernehmlichen Lösung zusammengefunden.

Schon immer aber war von einem «günstigsten Fall» die Rede, wenn die Fusion zwischen Obersteckholz und Langenthal per Januar 2020 in Aussicht gestellt wurde. Die Erarbeitung der Fusionsverträge werde nun doch noch etwas mehr Zeit beanspruchen, sagt Heinrich Jörg, Gemeindepräsident im 420-Seelen-Dorf.

Die Fusionsabstimmung werde daher definitiv nicht, wie zuletzt angedacht, schon diesen Herbst, sondern erst im Mai 2020 erfolgen. Und der tatsächliche Zusammenschluss der beiden Kommunen somit erst per 2021.

«Es geht alles im gleichen Sinn weiter wie bisher.»

Heinrich Jörg Gemeindepräsident

Für das Dorf hätte das durchaus zum Problem werden können. Gemeindeschreiberin Therese Müller hat schon letzten Herbst das Pensionsalter erreicht, Ende April geht sie nun tatsächlich in Ruhestand. Und Gemeindekader, das ist bekannt, sind Mangelware im ganzen Kanton.

Im zweiten Anlauf

Auch in Obersteckholz habe eine erste Stellenausschreibung noch zu keiner Lösung geführt, sagt Heinrich Jörg. Schon im zweiten Anlauf allerdings hat es geklappt. Bereits Anfang März habe Bruno Wintenberger seine Arbeit im Dorf aufgenommen, sagt der Gemeindepräsident.

Wintenberger war zuvor über 20 Jahre lang in seinem Wohnort Walliswil bei Wangen Gemeindeschreiber. Letzten November wurde auch er pensioniert. Dass er sich nun für den befristeten Posten in Obersteckholz beworben habe, sei für die Gemeinde geradezu ideal, sagt Jörg. «Es geht somit alles im gleichen Sinn weiter wie bisher.»

Keine Veränderungen soll es trotz verschobenem Hochzeitstermin auch beim Gemeinderat geben. Nicht nur er sei bereit, neuerlich noch länger im Amt zu bleiben als eigentlich geplant, sagt Heinrich Jörg. Auch die übrigen Ratsmitglieder seien bereit, ihre Ämter noch bis zur tatsächlichen Fusion weiter auszuüben.

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