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Neuer Grenzpfad eröffnet

Der Abschnitt Langenthal–St.Urban des Grenzpfades Napfbergland ist eröffnet. Gestern wurde am Bahnhof Langenthal die Starttafel enthüllt. Entlang des neuen Pfades gibt es Informationen zu

Die Bevölkerung der Region kann ein neues Naherholungsangebot nutzen: den Grenzpfadabschnitt Langenthal–St.Urban. Gestern wurde der neue Zusatz zum bestehenden Pfad in Langenthal eröffnet. Vertreter der Stadt Langenthal und anderer Gemeinden enthüllten die Einstiegstafel am Bahnhof. Projektleiter Werner Stirnimann von der Firma Biodiversia entfernte dabei das Papier, auf dem Jasskarten mit deutschen und französischen Doppelsymbolen klebten – als Symbole für die kulturelle Trennlinie, auf welcher der Pfad verläuft. Neu: Städtische Themen Gleich wie der 1998 angelegte Grenzpfad Napfbergland zwischen St.Urban und Brienzer Rothorn widmet sich auch der neue Abschnitt des Themenwegs über 6,5 Kilometer einigen Besonderheiten im Grenzraum der Kantone Bern und Luzern. Mit dem Start beim Bahnhof Langenthal und der Durchquerung der Stadt wird der Grenzpfad mit urbanen Themen ergänzt. So wird die spezielle Siedlungsentwicklung Langenthals an den Ufern der Langete thematisiert, und es werden die Wässermattenlandschaften ins Bewusstsein gerückt. Neuartig ist ein Porträt Arnold Geisers beim Stadttheater. Er starb vor 100 Jahren und vermachte ein Legat für den Bau des heutigen Stadttheaters. Beim Tierpark Langenthal bildet das Thema «Dohlen» den Übergang vom Siedlungsgebiet zum Wald, da die seltene Dohle in beiden Lebensräumen hausen kann, so etwa auch beim Verwaltungsgebäude Langenthal. Ungewöhnlicher Wald Zwischen dem Tierpark und St.Urban Ziegelei verläuft der Grenzpfad über vier Kilometer durch einen speziellen Wald. Dieser wurzelt in aussergewöhnlich sauren Lehmböden, die sich seit der vorletzten Eiszeit entwickelten, weil die letzte Vergletscherung nicht bis hierhin vorstiess. Weisstanne und Fichte gedeihen stellenweise seit Urzeiten, während die allermeisten Tannenwälder im Mittelland erst in der Neuzeit angepflanzt wurden. Darüber gibt eine Infotafel östlich des Haslitals Auskunft. Über die Herkunft des kleinen Waldweihers informiert die Tafel am «Probierloch», während auf Roggwiler Gemeindegebiet über die Lebensformen auf den gewaltigen Lehmschichten berichtet wird. Mit der Tafel bei der Ziegelei Roggwil wird dem wertvollen Rohstoff Lehm und seiner regionalen Verarbeitung seit dem Mittelalter nachgegangen. Attraktive Naherholung Der Grenzpfad Langenthal–St.Urban (oder umgekehrt) kann dank den Zügen der Aare Seeland mobil auch für die Naherholung genutzt werden. Diese verbinden St.Urban/Roggwil halbstündlich in nur 11 Minuten mit Langenthal. pd/hrh>

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