Zum Hauptinhalt springen

Neue Sek P: Es geht auch ohne Latein

Alea iacta est: Die Schüler der künftigen Sekundarschule P (Progymnasium) sollen nicht zwingend Latein büffeln müssen.

Die Sek P, der zukünftige progymnasiale Zug der Sekundarschule, soll kein Lateinobligatorium enthalten. Die Schüler sollen zwischen den Wahlpflichtfächern «Latein» oder «Wissenschaft und Technik» wählen können. Wahlpflichtfach heisst, dass – im Gegensatz zu Freifächern – eines dieser beiden Fächer obligatorisch gewählt werden muss. Diesen Vorentscheid fällte der Projektausschuss zur Umsetzung der Revision der Sekundarstufe I unter der Leitung von Bildungsdirektor Klaus Fischer aufgrund der Konsultationsergebnisse zu den Lektionentafeln. Fischer wird den entsprechenden Antrag nun dem Gesamtregierungsrat bis Ende Jahr zum Entscheid vorlegen.

Teil der Allgemeinbildung?

Für ein Lateinobligatorium hatten sich insbesondere die Kantonsschulen stark gemacht, die bei der Ausgestaltung der Sek P eine massgebende Rolle spielen. Widerstand erwuchs von verschiedensten Seiten. So forderte etwa die freisinnige Kantonsratsfraktion in einem Auftrag, Lateinunterricht sei in der Sek P nur auf freiwilliger Basis anzubieten. Der Regierungsrat wies einerseits unmissverständlich darauf hin, dass es sich hier um eine Frage in der alleinigen Zuständigkeit der Exekutive handelt. Anderseits zeigte er sich aber bereit, das Anliegen zu «prüfen». Gegen das Latein-Obligatorium wurde vor allem mit der Durchlässigkeit zwischen den verschiedenen Abteilungen der Sekundarstufe I argumentiert. Für die Latein-Anhänger gehört der Unterreicht einfach zur Allgemeinbildung künftiger Maturanden (auch der späteren Naturwissenschafter), da er dem Erlernen anderer Sprachen und dem Verständnis der Sprachstrukturen diene und Einblick in die Herkunft der europäischen Kultur vermittle.

Alle Wege offen

Die nun vorgeschlagene Lösung, der Entscheid für Latein oder für Wissenschaft und Technik, bedeute keine Profilbildung, sondern erweitere die Eigenständigkeit des progymnasialen Bildungsweges entweder nach der sprachlichen oder nach der technischen Neigung, hält das Bildungsdepartement fest. Egal wie diese Wahlpflicht ausgeübt wird, es falle damit keine Vorentscheidung für das spätere Maturitätsprofil im Gymnasium.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch