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Nein zum Flächenbrand!

Ausgabe vom 16.Oktober «Thun: Kein Plakatverbot» Man sollte sich jetzt von der Plakatdiskussion lösen und sich darauf konzentrieren, die Initiative zu bekämpfen. Es gilt, die Religionsfreiheit und den religiösen Frieden zu bewahren. Man stelle sich vor, die Initiative wäre nicht gegen Muslime gerichtet, sondern gegen Juden: Die Initiative wäre null Komma plötzlich für ungültig erklärt und die Initianten als Nazis gebrandmarkt worden. Doch mit Muslimen darf man offenbar respektlos umgehen. Muslime darf man offenbar alle in einen Topf werfen und sie alle des religiösen Fundamentalismus bezichtigen. Diese Politik erinnert an die Judenhetze der Zwanziger- und Dreissigerjahre des vorigen Jahrhunderts. Sie muss mit allen demokratischen Mitteln bekämpft werden. Ein Erfolg der Initianten wäre nicht nur ein Affront gegenüber unseren muslimischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern, sondern wäre eine Katastrophe für unser Land. Bereits jetzt sorgt die unsägliche Initiative international für diplomatische Verstimmung. Sollte die Initiative angenommen werden, könnte dies für unsere Exportwirtschaft die schlimmeren Auswirkungen haben als eine allfällige Annahme der Waffenausfuhrinitiative, der Bankenskandal und die Wirtschaftskrise zusammen. Zudem würden wir riskieren, von den radikalen Islamisten ins Visier genommen zu werden, mit denen die grosse Mehrheit der in der Schweiz lebenden Muslimen nichts, aber auch gar nichts am Hut hat. Es geht also am 29.November für unsere Schweiz, für unsere Demokratie, für unsere wirtschaftliche und politische Zukunft um sehr viel. Franz SchoriPräsident SP Thun, Thun Blauäugig und naiv «Wehret den Anfängen!» heisst die Kolumne von Evi Allemann. Genau deshalb ist es nötig, in unserem Land den Bau von Minaretten zu verbieten! Frau Allemann schreibt, damit würde die Religionsfreiheit eingeschränkt, um sich einige Sätze später selber zu widersprechen: «Verbietet die Schweiz den Bau von Minaretten, ändert sich nichts am persönlichen Glauben der Muslime.» Im Gegensatz zu Christen in islamischen Ländern geniessen hier Moslems nämlich wirkliche Glaubensfreiheit im Rahmen der geltenden Gesetze. Es ist absurd: Unter dem Deckmantel der Glaubensfreiheit will sich diejenige Religion ausbreiten, die nicht bereit ist, Glaubensfreiheit zu gewähren, am allerwenigsten den Exmuslimen, die nach einer Konvertierung oft bedroht und umgebracht werden. Wohlverstanden: Es gibt sehr viele friedliebende Muslime, aber der Islam als solcher ist keine friedliche Religion, sondern strebt die Weltherrschaft an, nötigenfalls mit Gewalt. Das ist kein christlicher Verfolgungswahn, das sind deutliche Aussagen des Korans. Minarette symbolisieren Macht und sind für die Religionsausübung schlicht nicht nötig. Brandgefährlich ist nicht die Initiative, welche den Bau von Minaretten verbieten will, wie Frau Allemann meint, sondern brandgefährlich ist eine blauäugige und naive Toleranz gegenüber der Intoleranz! Apropos Brandstifter: Evi Allemann und allen, die glauben, der Frieden könne nur mit grenzenloser Toleranz gewahrt werden, sei dringend das Drama «Biedermann und die Brandstifter» von Max Frisch zur Lektüre empfohlen. Heinz SchelbGsteigwiler>

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