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Naturparkprojekt mit 77 zu 26 abgelehnt

OBERHOFENDer Naturpark Thunersee-Hohgant war bereits gestorben, als nun auch noch der Oberhofner Souverän den

Zuerst das Erfreuliche: Der Gemeinderat ehrte 13 Oberhofnerinnen und Oberhofner für besondere Leistungen in Sport, Beruf und Freizeit (vgl. am Schluss des Artikels). Das Blatt hat sich gewendet Bereits zum zweiten Mal hatte der Souverän über die Zugehörigkeit zum Regionalen Naturpark Thunersee-Hohgant abzustimmen. Anlässlich der Gemeindeversammlung vom 7.Dezember 2009 hat die Mehrheit dem Geschäft zugestimmt, so wie dies auch in 15 weiteren Park- und in 3 Torgemeinden der Fall war. Nun hat sich auch in Oberhofen das Blatt gewendet. Von neun Votanten machte sich nur einer für den Naturpark stark. Alle andern lehnten den Beitritt zum Naturpark und die Genehmigung des Parkvertrags ab. Es war unter anderem die Rede von schleichender Enteignung, einem Projektwahn, mehr Bürokratie und von der «Katze im Sack kaufen». Von den politischen Parteien waren auch FDP und SVP auf der ablehnenden Seite, während BDP und SP das Projekt nach wie vor befürworteten. Das Verdikt war klar: In offener Abstimmung wurde die Genehmigung des aktualisierten Parkvertrags zwischen der Gemeinde Oberhofen und dem Verein Thunersee-Hohgant mit 77 Nein zu 26 Ja abgelehnt. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Macher bereits das Handtuch geworfen (vgl. Ausgabe von gestern). Abstimmung verlangt Der Voranschlag 2012 sieht bei Gesamterträgen von 12,937 Millionen Franken einen Aufwandüberschuss von 24600 Franken vor. Dies trotz einer erhöhten Steueranlage von heute 1,55 auf neu 1,64 Einheiten. «Auslöser ist die Filag-Reform, welche die Gemeinde mit 0.09 Steueranlagezehnteln belastet», begründete Finanzvorsteher Heinz Wattinger (FDP). Weil die Änderung der Steueranlage den finanziellen Auswirkungen des Filag 2012 entspreche, sei der Gemeinderat für die Festlegung der Steueranlage und des Voranschlags 2012 zuständig, so Wattinger. Die Gemeindeversammlung habe davon lediglich Kenntnis zu nehmen. Dem widersprach Grossrat Thomas Heuberger (Grüne), welcher darlegte, dass laut Gemeindeordnung der Souverän über das Budget zu befinden habe. «Ich bin nicht etwa dagegen, aber ohne Abstimmung würden wir ohne genehmigtes Budget dastehen», präzisierte Heuberger. So liess Gemeindepräsidentin Sonja Reichen (FDP) die 118 in der Halle am Riderbach Anwesenden über das Budget 2012 abstimmen, welchem diese mit überwältigender Mehrheit zustimmten. Tafelsilber verscherbeln? Kritische Voten löste die Orientierung über die möglichen Zukunftsstrategien der Elektrizitätsanlage Oberhofen (EAO) aus. Befürchtet werden unter anderem höhere Strompreise, und es war gar von der Verscherbelung des Tafelsilbers die Rede. Nach Prüfung verschiedener Möglichkeiten hat der Gemeinderat den Grundsatzentscheid getroffen, die Variante «Verkauf EAO» weiterzuverfolgen. Nach einer vorgängigen Informationsveranstaltung wird im Juni des nächsten Jahres das Stimmvolk an der Urne das letzte Wort haben. Genehmigt wurden ein Verpflichtungskredit von 90000 Franken für die Gestaltung des Gemeinschaftsgrabes und der Tätigkeitsbericht des Gemeinderats.Hans Koppwww.oberhofen.ch Die Geehrten Beruf/Unterhaltung: Polo Hofer wurde anlässlich der Swiss Music Awards am 3.März 2011 mit dem Award für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Sport: Fallschirm-Zielspringen: Georg Toth (1969), Schweizer Meister im Einzel- und Teamwettkampf an der Schweizer Meisterschaft in Lachen; Karate: Noémie Oppliger (1992), 2.Rang an der Schweizer Meisterschaft in Chur in der Kategorie Kumite Individual Frauen U-21 +60; Mario Trachsel (1988), 3.Rang an der Schweizer Meisterschaft in Chur in der Kategorie Kumite Individual Herren +84; Laufsport: Lukas Gafner (1991), 2.Rang an der Schweizer Meisterschaft im Halbmarathon in Lausanne in der Kategorie Männer U-23; Hans Rudolf Schwarz (1938), drei 1.Plätze in der Kategorie Männer M70 an den Halbmarathon- und Berglauf-Schweizer-Meisterschaften, 2.Platz beim Schweizer-Meisterschafts-Strassenlauf in Lyss, beide Male ein 1.Platz beim Stockhorn-Halbmarathon und beim Jungfrau-Marathon; Segelsport: Stefan Seger (1966), 1.Rang an der Schweizer Meisterschaft der 470er-Klasse in Stäfa; Alain Stettler (1972) und Bruno Zeltner (1967), 2.Rang an der Schweizer Meisterschaft Match Race in Zug; Enrico Gregorini (1948), Barbro Obrist, (1960) und Patrick Zaugg (1985), 1.Rang an der Schweizer Meisterschaft Dolphin in Oberhofen; Skisport: Deborah Gerber (1997), 3.Rang beim GP-Migros-Final in Davos. c>

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