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Näh-dich-glücklich-Stoffe

Klara Maria Iseli verkauft Stoffe – und gibt ihren

Natürlich kann man in Klara Maria Iselis Stoffladen auch bloss ein Stück Stoff kaufen. Aber die meisten Kundinnen nehmen mehr mit nach Hause, wenn sie das Geschäft an der Moserstrasse 12 im Breitenrain verlassen. Denn die Besitzerin achtet darauf, dass jede Stoffkäuferin auch dann noch zufrieden ist, wenn sie zu Hause an der Nähmaschine sitzt, wenn sie das selber genähte Stück zum ersten Mal trägt und wenn sie es zum ersten Mal gewaschen hat. «Es muss ein Erfolgserlebnis sein, mit einem Stoff von mir zu nähen. Dann kommt die Kundin wieder», sagt sich Klara Maria Iseli. Ein Jupe-Schnittmuster, das sie das Näh-dich-glücklich-Modell nennt, ist prompt zum Renner geworden. Denn das Stück ist ganz einfach und in einer halben Stunde genäht. Geübte Näherinnen wagen sich vielleicht auch an das Modell «Aida» oder an «La Traviata» – Klara Maria Iseli liebt Verdi-Opern. Mittlerweile gibt es auch ein weiteres raffiniertes Stück in der Näh-dich-glücklich-Reihe: eine Wickelbluse, für die es nicht einmal einen Saum braucht. Tipps von der Fachfrau Taucht ein Problem auf, hilft Klara Maria Iseli: Mit professionellen Tipps oder ausnahmsweise sogar indem sie falsch genähte Stoffteile wieder auftrennt und der unglücklichen Schneiderin zu einem Neuanfang verhilft. «Beim ersten Mal empfehle ich den Kundinnen einfache Schnittmuster, die garantiert gut kommen», erzählt sie. «Die meisten Frauen packt es dann.» Keine Luxusstoffe Gefragt sind häufig genau die Schnittmuster und Stoffe jener Kleider, die sie gerade trägt. Hat sie ein Ballonjupe an, verkauft sie an diesem Tag garantiert diesen Stoff und das Schnittmuster dazu. Für Frauen, die nicht selber nähen möchten, bietet Klara Maria Iseli ihre Kreationen auch fertig genäht an. Den Aufwand für die ausführliche Beratung ihrer schneidernden Kundinnen schlage sie nicht auf die Stoffpreise. Das sei inbegriffen, versichert Klara Maria Iseli. Sie verkauft auch keine 200-fränkigen Luxusstoffe. Die Meterpreise bewegen sich zwischen 20 und 100 Franken. Esther Diener-Morscher>

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