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Nächster Baustein für Terrassensiedlung

OberhofenNach langen Jahren der Planung hat die Bauherrengemeinschaft Wältisser das Baugesuch für ihre geplante

«Es macht keinen Sinn mehr, das Bauvorhaben zu bekämpfen.» In der Stimme von Paul Lauber, dem Co-Präsidenten des Vereins für Ortsbildgestaltung (VOG), schwingt Resignation mit. Im Vorfeld der Gemeindeversammlung vom 3.Mai 2010 hatte Lauber mit seinen Mitstreitern an vorderster Front gegen die geplante Terrassensiedlung zwischen der Burghalden- und der Neuenackerstrasse Stimmung gemacht. Unter anderem hatte der VOG ein Flugblatt an alle Haushalte verschicken lassen. Ohne nachhaltige Wirkung. Die Gemeindeversammlung genehmigte schliesslich die Überbauungsordnung Wältisser mit 124 zu 11 Stimmen. «Das deutliche Resultat lässt keinen Raum für Spekulationen offen», sagt Lauber. «Die Oberhofer möchten anscheinend diese Terrassensiedlung.» Übrigens: Laut kantonalem Recht benötigt jedes Terrassenhaus eine Überbauungsordnung. Nachdem die Überbauungsordnung vom Kanton genehmigt wurde, hat die Bauherrengemeinschaft Wältisser, welche sich aus der Firma Helmle aus Thun und der Kissling+Zbinden AG aus Spiez zusammensetzt, nun ein Baugesuch eingereicht. Die Einsprachefrist läuft bis am 8.August. Die Chancen, dass das Bewilligungsverfahren glatt über die Bühne geht, stehen nach dem Einspracheverzicht des VOG gut. «Genaues wissen wir aber erst, wenn die Frist abgelaufen ist», sagt Stefan Lüthi von der Viktor Burri AG Architekten in Thun, die das 21-Millionen-Projekt verfasst hat. «Die Bagger fahren frühestens im Herbst auf.» Die gesamte Bauzeit dauert 38 Monate, die ersten Wohnungen dürften aber bereits nach 28 Monaten bezugsbereit sein. Das ganze Jahr begrünt Nach Abbruch des bestehenden Gebäudes an der Neuenackerstrasse 14 werden in der neuen Terrassensiedlung 17 Wohnungen sowie vier Einzelzimmerateliers im Minergiestandard gebaut. Geplant ist zudem eine zweigeschossige Einstellhalle mit 34 Parkplätzen. Im Freien sind zudem 6 Parkplätze an der Burghaldenstrasse und 5 an der Neuenackerstrasse vorgesehen. Dem Kritikpunkt, die Überbauung füge sich nur schlecht in die Umgebung ein, haben die Planer mit mehreren Massnahmen Rechnung getragen. So wird der Bau in dunklem Grau gehalten. Die Bepflanzung ist verbindlich in der Überbauungsordnung vorgeschrieben und wird ausserdem noch im Grundbuch geregelt werden. So sollen immergrüne Pflanzen das Erscheinungsbild des Neubaus das ganze Jahr hindurch prägen. Treppen und Lifte werden grösstenteils unterirdisch erstellt. «Uns ist es wichtig, dass sich das Vorhaben in die bestehende Landschaft und das Dorfbild einfügt», sagt Architekt Stefan Lüthi. Roger Probst>

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