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Nach einer halben Million Schuhe ist Schluss

InterlakenDas Schuhgeschäft Pro-Schuh an der Rosenstrasse schliesst nach 35 Jahren für immer. Zurzeit

«Nein, wir haben den Schritt nie bereut, den wir vor 35 Jahren getan haben», resümiert Ernst Hertig vom Pro-Schuh-Geschäft. Es war im April 1976, als er mit seiner Frau Silvia in die Selbstständigkeit trat und an der Rosenstrasse 7 sein eigenes Schuhgeschäft eröffnete. 35 Jahre später ist ihr Geschäft eines der letzten, die sich noch gegen die grossen Schuhladenketten in Interlaken zu behaupten vermochten, doch «Schuh-Aschi» geht in Pension und schliesst sein Geschäft Ende April. Geschäftserfolg dank Qualität Damals, 1976, gab es etwa sieben Schuhgeschäfte in Interlaken. Die Konkurrenz war gross, und Hertigs erlebten den Wandel, dass ein Schuh nicht nur funktionell, sondern vermehrt auch modisch sein musste. Diesem schnell wechselnden Modediktat haben sie sich erst gar nicht unterworfen, sondern stets qualitativ gute Standardschuhe zu fairen Preisen verkauft. Darin sehen Hertigs ihren Geschäftserfolg und fügen an, «dass wir auf eine langjährige und treue Kundschaft zählen durften, bei der wir uns an dieser Stelle herzlich bedanken möchten». Ausverkauf, dann Motorrad Noch dauert es zwei Monate bis zur endgültigen Schliessung. Der Ausverkauf läuft, und Hertigs gewähren grosszügige Rabatte. Sie wissen schon, was sie machen werden, nachdem Pro-Schuh am Ostersamstag, nach schätzungsweise über einer halben Million verkaufter Schuhe für immer die Ladentüre schliesst. Während Ernst Hertig öfter mit seinem Motorrad unterwegs sein wird, freut sich seine Frau Silvia darauf, mehr Zeit mit den zwei Grosskindern zu verbringen. Ihre Verkäuferin Miryam Wyss wird bald Kinderschuhe kaufen müssen, sie wechselt nach 16 Jahren treuer Dienste bei Hertigs zu einer neuen und frohen Herausforderung; sie sieht Mutterfreuden entgegen. Hans Heimann>

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