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Monatlich 1000 Fr. pro Student

Zusätzlich eine halbe Milliarde Franken für Stipendien fordern die Schweizer Studierenden vom Bund – mit einer Volksinitiative.

Bis am 20.Januar 2012 will der Verband der Schweizer Studierendenschaften (VSS) 100000 Unterschriften sammeln, damit die Stipendieninitiative zustande kommt und das Schweizer Volk dereinst darüber abstimmen kann. Die Forderung der gestern in Bern lancierten Volksinitiative: zusätzlich eine halbe Milliarde Franken für Ausbildungsbeihilfen. Damit könnten 20 Prozent aller Studenten und Studentinnen mit monatlich ungefähr 1000 Franken unterstützt werden. Der VSS geht davon aus, dass Beiträge der Familie und Erwerbsarbeit die Lebens- und Ausbildungskosten der Studierenden von monatlich rund 2000 Franken zur Hälfte decken können. Neu der Bund zuständig Die Initiative will zudem, dass neu der Bund die Vergabe und Finanzierung der Ausbildungshilfen für die Tertiärstufe – nach Matura oder Lehre – gesetzlich regelt. Heute sind die Kantone zuständig. Die Kantone ihrerseits bemühen sich bereits um einheitlichere und vielerorts auch höhere Stipendien. Die Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) hat deshalb keine Freude an der Initiative, weil diese die laufende Ratifizierung des Konkordats für Stipendienharmonisierung ausbremsen könnte. Bisher haben die Parlamente von Basel-Stadt, Freiburg und Graubünden grünes Licht gegeben, in Graubünden unter Vorbehalt des Referendums. Das Wallis lehnte den Beitritt ab. In Kraft tritt das Konkordat nach dem Beitritt von zehn Kantonen. 3 von 4 Studenten arbeiten In der Schweiz sind derzeit 250000 Studierende immatrikuliert, in der höheren Berufsbildung, an Fachhochschulen sowie an pädagogischen sowie universitären Hochschulen. 8 Prozent von ihnen beziehen Stipendien. Diese Ausgaben werden durch den Bund mit 25 Millionen Franken im Jahr subventioniert. Das Stipendienvolumen hat nach Angaben der Initianten seit 1993 inflationsbereinigt um 25 Prozent abgenommen. Zwischen 1990 und 2008 sind die Bundessubventionen von 40 auf 9 Prozent gesunken. Übrigens: 77 Prozent aller Studierenden sind neben dem Studium berufstätig. Die Stipendieninitiative wird bisher von SP, Grünen, Juso, jungen Grünen, Gewerkschaften, der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände und der Union der Schülerorganisationen unterstützt. sda/ue>

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