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Mitglied im Zirkel der fünf Schreiberinnen

Der Schreibzirkel Quintext besteht aus fünf textbegeisterten Frauen. Eine von ihnen ist Susanne Kummer aus Burgdorf.

Quintext nennen sich die Frauen aus der Region Bern, die sich seit nunmehr fünf Jahren einmal im Monat treffen, um ihrer gemeinsamen Leidenschaft zu frönen: dem Schreiben. Einen Namen haben sie allerdings erst seit zwei Jahren. «Wegen des Internetauftritts», erklärt Susanne Kummer. Die 75-Jährige ist das einzige Mitglied aus der Region Burgdorf. Mit wachem Blick sitzt die vielseitig Interessierte am grossen Tisch, wo sich die Quintext-Frauen jeweils treffen, um ihre Ideen in Worte zu fassen. Die fünf Frauen sind im Alter zwischen 45 und 75 Jahren und haben unterschiedliche Hintergründe. «Jede von uns gibt im regelmässigen Turnus die Gastgeberin in ihrem Zuhause», erklärt die Mutter von drei erwachsenen Kindern und sechsfache Grossmutter. Gegenseitige Inspiration Das Thema sei immer Sache der jeweiligen Gastgeberin. Gegenseitig inspirieren sie sich dann zu lustigen, schrägen, besinnlichen oder auch frivolen Geschichten – was vor fünf Jahren sogar zu einem Buch führte. Die Texte würden dann einander vorgelesen und lektoriert, berichtet Susanne Kummer. Den jeweiligen Themen zu Grunde lägen beispielsweise Literatur, Episoden aus dem Alltag, Musik oder Ausstellungsbesuche. Genauso wichtig wie das Schreiben ist für alle das Lesen der Texte vor Publikum. Die erste und bislang einzige Lesung in Burgdorf hatte der Zirkel – damals noch ohne Namen – vor fünf Jahren beim «Morge-Kaffee uf em Gsteig». Dreissig Lesungen – meistens im Raum Bern – von ausgewählten eigenen Texten, zum Teil musikalisch umrahmt, waren es bisher insgesamt. Die Austragungsorte, so Susanne Kummer, seien so vielfältig wie die Texte, Bibliotheken etwa, Kulturapéros oder Alters- und Vereinsanlässe. Das Programm wird jeweils individuell auf das Zielpublikum zugeschnitten. Vielseitig interessiert Als Susanne Kummer vor zehn Jahren pensioniert wurde, sei es für sie klar gewesen, dass sie noch etwas Neues in Angriff nehmen wollte, blickt sie zurück. Schon immer interessierte sich die früher in der Erwachsenenbildung Tätige für die deutsche Sprache und Literatur. Lange Jahre engagierte sie sich als Souffleuse oder Regieassistentin für die Bühne Lyssach und die Theatergruppe Burgdorf. Daneben fotografiert sie leidenschaftlich und hilft in der Burgdorfer Spitalbibliothek aus. Bei dieser Vielseitigkeit erstaunt es nicht mehr, dass sie auch noch im Konzertchor Burgdorf mitsingt. Mit dem Besuch der Schreibwerkstätte an der Volkshochschule Bern vor zehn Jahren hat sich Susanne Kummer einen langjährigen Wunsch erfüllt. Dort haben sich die ursprünglich sechs – heute, nach dem Ableben des ältesten Schreibzirkelmitglieds, noch fünf – Frauen kennen gelernt. Es verbindet sie nicht nur die Passion für das Schreiben. «Wir geben einander auch Impulse für gemeinsame Lektüre und kulturelle Anlässe», so die Burgdorferin. Regelmässig treffen sie sich zwei- bis dreimal im Jahr bei einer Mitschreiberin in ihrem Haus in Saanenmöser, um der Fabulierlust zu frönen. «Im freundschaftlichen Kreis und losgelöst vom Alltag», schmunzelt die Burgdorferin. Lilo Lévy-Moser>

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