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Mit Sekretariat und Tagesschule

Die Bildungskommission baut die Schule in Grindel- wald um. Neben der Schaffung eines Schulsekretariats wird die Klasse zur besonderen Förderung aufgehoben und die Tagesschule eingeführt. Doch es gibt noch offene Fragen.

Die Schule Grindelwald verändert sich: Neu will man ein Schulsekretariat einführen, das geht aus einen Schreiben des Gemeinderates hervor. Die Schulleitung Grindelwald stellt demnach den Antrag, dass ein Teilpensum zwischen 35 bis 58 Prozent geschaffen werden woll. Die zuständige Person soll Sekretariatsarbeiten der Kommission Bildung, der Schulleitung und eventueller Projektgruppen erledigen. Die Erziehungsdirektion empfiehlt in der Teilrevision des Volksschulgesetzes (REVOS 08), dass die Gemeinden pro 100-Prozent-Stelle in der Schulleitung einen Sekretariatsposten zwischen 30 bis 50 Prozent errichten. Die Schulleitung Grindelwald ist mit 116 Anstellungsprozenten dotiert. Im Februar 2009 wurde das Thema bereits mit Emanuel Schläppi (Gemeindepräsident), Ueli Schlunegger (Ressortvorsteher Bildung), Herbert Zurbrügg (Gemeindeschreiber), Michael Wyss (Finanzverwalter) und den Schulleitern Mädi Räz und Marco Bomio besprochen. «Sekretariat ist kein Luxus» Die Schulleitung erledigt bis dato verschiedene Sekretariatsarbeiten, welche ein Sekretariat günstiger erledigen könne, so der Gemeinderat weiter. Die dafür aufgewendete Arbeitszeit fehle der Schulleitung dann wiederum für die eigentlichen Leitungsaufgaben. «Ein professionelles Schulsekretariat mit öffentlich publizierten Betriebszeiten ist für eine Gemeinde der Grösse Grindelwald kein Luxus», schreibt der Gemeinderat und verweist auch auf die Nachbargemeinde Lauterbrunnen, die kurz vor der Errichtung eines Sekretariats steht. Kleinklasse wird aufgelöst Die weiteren Veränderungen im Schulwesen: Die Klasse zur besonderen Förderung (KbF) wird aufgehoben. Aus dem Grund, weil die Schüler nicht mehr durchschnittlich 16 Lektionen in dieser speziellen Klasse verbringen. Neu sollen Heilpädagogen die Kinder direkt in den Klassen betreuen. Und: Die Aufhebung muss noch durch die Erziehungsdirektion genehmigt werden. Tagesschule im Graben Im Bauprojekt «Schulhaus Graben» (wir berichteten) ist die Tagesschule geplant. Bis zur Realisierung des Projekts müssen aber noch Räumlichkeiten als Übergangslösung gefunden werden. Die Arbeitsgruppe und die Kommission Bildung haben noch keine definitive Lösung. Und auch die Kostenfolge ist für die Gemeinde im Moment noch nicht abschätzbar. Gemäss kantonaler Verordnung müssen Gemeinden Tagesschulangebote führen, wenn eine entsprechende Nachfrage besteht. Die Nachfrage ist da Um das Bedürfnis einer Tagesschule abzuklären, wurde in Grindelwald eine unverbindliche Umfrage bei 250 Familien durchgeführt. Das Resultat: Es besteht offenbar eine Nachfrage in der Gemeinde. Zu Beginn des neuen Schuljahres soll eine definitive Anmeldung durchgeführt werden. Die Arbeitsgruppe Tagesschule hat sich aufgrund der Umfrage mit der Einführung befasst. Auf Frühbetreuung, morgens vor Schulbeginn, wird wegen mangelndem Bedarf vorerst verzichtet. Am Mittag soll ein Mittagstisch angeboten werden, nachmittags werden die Kinder bis 18 Uhr betreut. Für die Mittagsbetreuung gibt es nach den Resultaten der Umfrage acht bis 14 Interessenten, für die Nachmittagsbetreuung sechs bis acht. Betreut werden die Kinder bis zu 50 Prozent von Personen mit pädagogischer Ausbildung. Dadurch soll eine qualifizierte Betreuung sichergestellt werden, etwa für Hausaufgaben. Eltern müssen zahlen Gemäss Gemeinde müssen Eltern die Betreuungskosten pro Stunde bezahlen, je nach Einkommen und Personen zwischen 65 Rappen und gut elf Franken. Das Mittagessen wird den Eltern separat verrechnet Fritz Lehmann >

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