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Mit neuem Namen in die Zukunft

Interlaken Die Kantonal Bernische Bergrettungs-Kommission (KBBK) ergänzt ihren Namen mit Alpine Rettung Bern, wie an der Generalversammlung beschlossen wurde. Betont wurde die grosse Bedeutung der Ausbildung der Bergretter.

Der Zusatz Alpine Rettung Bern/Secours Alpin Bernois werde «nach und nach den Namen KBBK ersetzen», schreibt Präsident Christian Brawand im Jahresbericht. Damit solle der Bezug zur Alpinen Rettung Schweiz (ARS) und den andern Regionalvereinen unterstrichen werden. Die Generalversammlung im Hotel Interlaken, an der 13 von 14 Sektionen vertreten waren, stimmte der Statutenrevision ohne Diskussion einhellig zu. Wenig zu reden gaben auch der Jahresbericht (siehe Ausgabe von Donnerstag), die Rechnung und das Budget. Während die Rechnung 2010 mit einem Überschuss von 11605 Franken abschloss, sieht das Budget bei einem Gesamtaufwand von 202000 Franken einen Verlust von 10100 Franken vor. Die Rechnungsrevisoren Ruedi von Känel und Stefan von Allmen wurden für weitere vier Jahre bestätigt. Gut besuchte Kurse «Die Notwendigkeit ständiger Bereitschaft erfordere eine grosse Zahl gut ausgebildeter Bergretter», betonte Marc Ziegler, Grindelwald, als Chef Ausbildung. Er freute sich, dass die 8 Kurse mit total 235 Teilnehmern und einer Flugzeit von rund 18 Stunden praktisch unfallfrei durchgeführt werden konnten. Stets einsatzbereit müssen auch die Hundeführer sein, wie der Chef Hundewesen, Michael Nydegger aus Brienz, erklärte. In der Wintersaison seien stets fünf Hundeführer 24 Stunden auf Piket. In diesem Winter sei bis jetzt ein Einsatz erforderlich gewesen. Zonenarzt Peter Wälchli, Meiringen, stellte «MiniAnne» als kleinere Version der grossen Puppe zum Üben der Wiederbelebung vor. Sie eigne sich weniger zur Grundausbildung als zum Einsatz im Gelände, da sie im Rucksack transportiert werden könne. Anschaulich schilderte er die erfolgreiche Rettung eines Wanderers mit Herzproblemen auf 2000 Meter im Suldtal. «Es geht auch ohne Arzt», sagte er und lobte die Arbeit der zwei Rettungssanitäter. Mit Herzmassage, Defibrillator und Herzmassagemaschine sei es ihnen gelungen, den Patienten so weit vorzubereiten, dass er mit dem Heli ins Spital geflogen werden konnte. Rettungssanitäter seien sehr gut ausgebildet und verfügten über die nötigen Kompetenzen für Bergrettungen. Lauener neu Delegierter Nach seiner Pensionierung hat Otto von Allmen, Meiringen, das Amt als Delegierter der Kantonspolizei an Ueli Lauener übergeben. Im Rückblick auf seine langjährige Arbeit bei der Kantonspolizei dankte er für die gute Zusammenarbeit mit den Bergrettern der Rettungsstationen, der Rega und der Air Glaciers. Diese Zusammenarbeit habe auch beim grossen Lawinenunglück im Diemtig-tal «hervorragend funktioniert». Gute Zusammenarbeit sei aber nur möglich, wenn es auch auf menschlicher Ebene gut harmoniere, mahnte er. Über die Tätigkeit im Rettungswesen orientierten weiter Heinz Segessenmann, Unterseen, für die Rega und Adrian Marti, Lauterbrunnen, für Air Glaciers. Als neuer Präsident des Bernischen Bergführerverbandes (BBV) stellte sich Theo Maurer, Meiringen, vor. Er hoffe, dass die Bergführer durch die neuen Wildschutzgebiete nicht zu stark eingeschränkt würden. Als «verfahrene Situation» bezeichnete er die Auseinandersetzungen um das Heliskiing. Präsident Christian Brawand sicherte ihm die Unterstützung des KBBK zu. Die Helipiloten brauchten touristische Flüge, um Rettungseinsätze im Berggebiet üben zu können. Zwei traurige Erlebnisse prägten die Tagung. Zu Beginn der Versammlung wurde der Anfang Januar beim Lawinenunglück im Diemtigtal tödlich verunfallte Rettungsarzt Andreas Ammann mit einer Schweigeminute geehrt. Nachdenklich und betroffen stimmte der Bericht des Leiters einer Skitour im Wallis, der miterlebte, wie zwei Kameraden durch ein Schneebrett in einem als ungefährlich geltenden Gebiet umkamen. Robert Aemmer>

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