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Mit «Lockstoffen» auch Junge packen

ThunIn seiner ersten vollen Saison im neuen KKThun setzt die KGT auf einen «rockigen» Start und ein attraktives Programm. Mit bekannten Titeln und aus dem Leben gegriffenen Stoffen soll auch neues Publikum angelockt werden.

Der Kunstgesellschaft Thun (KGT) ist der zweijährige Abstecher nach Steffisburg (bedingt durch den Umbau des Schadausaals zum neuen KKThun) nicht unbedingt gut bekommen. Rund die Hälfte ihrer Abonnenten hat sie eingebüsst (siehe auch Ausgabe vom 29. August). Mit der Rückkehr an den bisherigen Standort in neuem Gewand erhofft sich die KGT auch, dass abgesprungene Abonnenten wieder «anbeissen» und neue Theaterinteressierte hinzugewonnen werden können – vor allem aus jungen und mittelalterlichen Kreisen. Als «Lockstoffe» sollen 14 Stücke aus den Sparten Schauspiel (9), Musical (3) und Oper/Operette (2) dienen. «Rock around the Clock» (Sa, 29. Oktober): Mit Rock’n’Roll und der Lebensgeschichte des Rockidols Bill Haley gehts knallig los. Ein 20-köpfiges Ensemble wird für mitreissende, wilde Bühnenakrobatik sorgen. Die CultConsult Show Productions tritt mit einem 20-köpfigen Ensemble auf. «Zusammen ist man weniger allein» von Anna Gavalda (Sa, 5. November): Der Erfolgsroman der 41-jährigen französischen Autorin als Bühnenstück. Charmante Lovestory mit Chaoscharakter in einer – zumindest vormals – friedlichen Männer-WG. Eine Produktion von a.gon München. «Rain Man» von Don Gordon (Sa, 12. November): Bekannte Filmvorlage mit Dustin Hoffman und Tom Cruise. Skrupelloser Yuppie begegnet seinem autistischen Bruder, von dem er nichts wusste. Die beiden kommen sich auf einem Road-Trip näher. Es spielt das Theater Thespiskarren/Schauspielhaus Stuttgart. «Fernando Krapp hat mir diesen Brief geschrieben» von Tankred Dorst (Sa, 26. November): «Ich betrüge dich», sagt die Frau zu ihrem Mann. Der hält das in massloser Selbstüberschätzung für unmöglich. Durch die Ignorierung der Realität treibt er seine Frau in den Wahnsinn. Eine Produktion von Theater Ariane. «Der Seefahrer» von Conor McPherson (Fr, 2. Dezember): Witzig-derbe und abgründige Geistergeschichte um eine Männergruppe beim Pokerspiel. Was hat es mit dem mysteriösen Mr.Lockhart auf sich, der offenbar mehr über Pokerspieler Sharky weiss, als ihm lieb ist? Eine Aufführung von a.gon München. «A Christmas Carol»nach dem Roman von Charles Dickens (Di, 20. Dezember): Die Weihnachtsgeschichte in Musical-Form wird im Freien Verkauf angeboten und soll speziell Junge ansprechen. Der geizige Geschäftsmann Scrooge wird durch den Geist seines verstorbenen Geschäftspartners aufgerüttelt. Es spielt die Konzertdirektion Landgraf. «Altweiberfrühling» von Stefan Vögel (Di, 31.Januar): Die Dramatisierung der Filmvorlage «Die Herbstzeitlosen» von Bettina Oberli wird für Erheiterung sorgen. Vier ältere Frauen eröffnen auf dem Land eine Dessous-Boutique. Die Reaktionen im verlogenen Umfeld sind absehbar. Produktion von Das Ensemble. «Fettes Schwein» von Neil LaBute (Mi, 8. Februar): Hinter dem provokativen Titel verbirgt sich viel Menschlich-Allzumenschliches. Tom liebt die charmante, schlagfertige Helen über alles. Dass sie pummelig ist, erzeugt Druck von aussen. Helen steht drüber. UndTom? Es spielt das Eurostudio Landgraf. «Der blaue Engel» von Heinrich Mann und Peter Turrini (Mi, 29. Februar): Der strenge, pedantische Professer Rath verliebt sich in die Nachtklub-Tänzerin Lola – ausgerechnet! Hohn und Spott sind ihm sicher. Und er verliert für seine grosse Liebe sein ganzes Geld. Eine Produktion des Eurostudios Landgraf. «Das Feuewerk»von Paul Burkhard (Mi, 7. März): Die Feier des 60. Geburtstages von Fabrikant Oberholzer wird durch seinen Bruder Obolsky – das schwarze Schaf der Familie – gestört. «O mein Papa» machte dieses Werk aus dem kömödiantischen Musikgenre weltbekannt. Von der Konzertdirektion Landgraf. «Verbrennungen» von Wajdi Moauwad (Mi, 14. März): Die 22-jährigen Zwillinge Jeanne und Simon machen sich nach dem Tod ihrer Mutter auf nach Libanon. Sie suchen ihren für tot gehaltenen Vater. Aber auch ihren Bruder, von dessen Existenz sie nichts wussten. Eine Produktion von Eurostudio Landgraf. «I Puritani» von Vincenzo Bellini (Mi, 28. März): Die Puritanertochter Elvira liebt den königstreuen Arturo. Durch ein Missverständnis deutet sie sein Verschwinden als Treuebruch und verliert den Verstand. Doch alles renkt sich in der Belcanto-Oper wieder ein. Eine Aufführung des Theaters Biel Solothurn. «Kabale und Liebe» von Friedrich Schiller (Do, 26. April): Im neuen KGT-Programm darf auch ein Klassiker nicht fehlen – diesmal aus der Sturm und Drang-Zeit. Ferdinand und Luise lieben sich über die Standesgrenzen hinweg. Eine perfide Intrige von aussen schürt Eifersucht. Eine Produktion des Theaters Kanton Zürich. «Zar und Zimmermann» von Albert Lortzing (Di, 8. Mai): Zar Peter I. versucht als Zimmermann sein Heimatland wirtschaftlich voranzutreiben. Dazu gelingt es ihm noch, zwei Liebende zusammenzubringen. Die komische Oper erfreut sich noch heute grosser Beliebtheit. Es spielt zum Saisonabschluss das Theater Biel Solothurn. Svend PeternellDie Vorstellungen finden im Schadausaal des KKThun statt und beginnen neu jeweils um 19.30 Uhr>

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