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Mit einer Torte nach Rumänien

fussballBasel trifft heute in der Champions League auf das rumänische Team Galati. Die Exponenten des Schweizer Meisters geben sich gegenwärtig ganz entspannt.

Es hätte schon sein können, dass es noch ein paar Minuten gedauert hätte, bis das Geheimnis gelüftet worden wäre. Doch Aleksandar Dragovic trompetete die Neuigkeiten unüberhörbar in die Abflughalle des Flughafens Basel-Mülhausen. «Gratulation zum Geburtstag, Trainer!», schrie der österreichische Innenverteidiger und umarmte von hinten Heiko Vogel. Dieser war gerade damit beschäftigt, eine Handvoll Journalisten auf den neuesten Stand zu bringen, als ihn die Glückwünsche anfielen. Damit war der Ehrentag des FCB-Trainers publik, und Heiko Vogel kam kaum mehr nach, alle Hände zu schütteln. Auch beim anschliessenden Flug in Rumäniens Hauptstadt verbreitete sich schnell gute Laune. Vogel bekam zu seinem 36.Geburtstag von der Board-Crew eine Torte offeriert, es wurde «Happy Birthday» gesungen und geklatscht. Fast hätte man meinen können, der örtliche Kegelclub sei nach der Saison unterwegs Richtung Mallorca an den Ballermann – und nicht der FC Basel auf dem Weg in die Champions League. Ganz «ruhig und gelassen», so Vogel, sei er heute unterwegs, «die Erfolge in der Liga geben Selbstbewusstsein, das spürt auch die Mannschaft». Zeit für einen kleinen Flachs hatte er noch, als er bekannte: «Der Zahn der Zeit nagt auch an mir.» Als ob 36 ein Alter wäre für einen designierten Cheftrainer des FC Basel. Bernhard Heusler nahm die gute Stimmung innerhalb der Reisegruppe erfreut zur Kenntnis. Der künftige Präsident des FCB sagte: «Wenn mir einer vor drei Monaten gesagt hätte, wir hätten vor dem Galati-Spiel sogar noch Chancen auf einen Achtelfinalplatz, dazu wären wir souveräner Leader in der Meisterschaft und hätten bereits einen Trainerwechsel hinter uns – ich hätte ihn für verrückt erklärt.» Interessante Ausgangslage Genau das alles ist jedoch passiert in diesem wilden Fussballherbst, und umso genüsslicher saugen alle Beteiligten mit rot-blauem Herzen die entspannte Atmosphäre nun auf. Doch ein lockerer Betriebsausflug samt Weihnachtsshopping soll die Reise in die rumänische Hauptstadt nicht werden. Dem FC Basel bietet sich in der Champions League gegen Otelul Galati die nächste Chance, für Furore zu sorgen. Der Idealfall sieht so aus: Der FCB wird seiner Favoritenrolle auch in Bukarest gerecht und bezwingt Galati. Gleichzeitig gibt es heute im Old-Trafford-Stadion von Manchester einen Sieger bei ManU - Benfica, vorzugsweise die Portugiesen; dann haben die Basler am 7.Dezember im St.-Jakob-Park gegen die Engländer ihr ersehntes Endspiel um den zweiten Platz, der zum Einzug in die Achtelfinals berechtigt. Mit einem Unentschieden wäre der FCB vorzeitig für die Sechzehntelfinals der Europa League qualifiziert. Er hätte damit sein Minimalziel erreicht. Realistisch erscheint auch dieses Szenario: Basel und ManU gewinnen heute. Dann bräuchte der FCB in der letzten Runde einen weiteren Sieg gegen ManU, da bei Punktegleichheit die direkte Begegnung ausschlaggebend ist. Die leichteste Aufgabe am 7.Dezember scheint Benfica mit einem Heimspiel gegen Galati zu haben. So weit rechnen mochte Vogel gestern nicht. Der 36-Jährige ist schon froh, wenn seine Mannschaft den 2:1-Erfolg vom Hinspiel resultatmässig bestätigen kann.Marcel Rohr, Bukarest >

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