Zum Hauptinhalt springen

Mit drei Debütanten, ohne Yakin

FussballDer Schweizer Nationaltrainer Ottmar Hitzfeld nominiert erstmals die

Ottmar Hitzfeld versucht, eine neue Ära einzuläuten. Nach dem biederen 0:0 in Bulgarien vor zwei Monaten und den geräuschvollen Rücktritten der FCB-Stürmer Alex Frei und Marco Streller pumpt der umstrittene Schweizer Nationaltrainer neues Blut in seine Mannschaft. Für das kapitale EM-Qualifikationsspiel in einer Woche gegen England stehen neu Granit Xhaka (Basel), Admir Mehmedi (Zürich) und Innocent Emeghara (GC) im Aufgebot. Das Trio wird nach dem England-Spiel zusammen mit Xherdan Shaqiri zudem zum U-21-Team stossen und die EM in Dänemark (11. bis 25.Juni) bestreiten. Nicht mehr dabei ist dagegen Altmeister Hakan Yakin (34, Luzern), der wegen akuter Formschwäche über die Klinge springen muss. Hitzfeld teilte das Yakin am Donnerstag in einem Telefongespräch mit. «Er war natürlich enttäuscht», sagt Hitzfeld. «Aber wenn Yakin im Herbst überragend spielt, kann er sofort wieder zum Thema werden.» Hitzfeld ärgert Fink Gesprächsstoff liefern auch die Namen Xhaka und Shaqiri. Dass Ottmar Hitzfeld beide nach London mitnimmt, ist nachvollziehbar. Xhaka, das Juwel in der Zentrale, war ursprünglich für die U-19-Auswahl vorgesehen, nun ist er bereits bei den «Grossen». Und zu Shaqiri sagt Hitzfeld bestimmt: «Er spielt in England.» Doch für die beiden Basler Talente wird die Sommerpause noch kürzer. Der Schweizer Verband nominierte beide auch für die EM-Endrunde der U-21-Auswahl, die am Pfingstsamstag gegen Gastgeber Dänemark ins Turnier startet. Damit geht Hitzfeld auf Konfrontationskurs mit Thorsten Fink. Der FCB-Meistertrainer sagt: «Zur A-Nationalmannschaft können die jungen Spieler fahren. Aber nicht A-Auswahl plus U-21. Das geht nicht für mich. Ein Spieler braucht Pause, das ist klar. Der Körper muss sich erholen. Das ist für mich enorm wichtig.» Ottmar Hitzfeld sieht das anders. «Der Verband entscheidet. Die Besten werden nominiert», meint der Deutsche, «Shaqiri ist ein grosses Aushängeschild des Schweizer Fussballs. Und beide Spieler sind noch jung, Shaqiri war im April noch verletzt und hatte eine Pause. Der FC Basel hat zudem ein grosses Kader, ich sehe kein Problem.» Neues System in England Für die Aufgabe in England erwägt Hitzfeld einen Systemwechsel: weg vom 4-4-2, hin zu einem 4-2-3-1 oder 4-1-4-1. Gesetzt als Stürmer ist Eren Derdiyok, dahinter stehen zahlreiche Kandidaten der jungen Garde zur Verfügung. Und in der Innenverteidigung könnten die verletzungsanfälligen Philippe Senderos und Johann Djourou zusammen agieren. Keinen Konkurrenzkampf will Hitzfeld derweil im Tor lancieren, obwohl YB-Goalie Marco Wölfli die deutlich bessere Saison als Wolfsburgs Diego Benaglio absolvierte: «Benaglio ist unsere Nummer 1. Wenn er gut trainiert, wird er in London spielen.» Inler jetzt Captain Den 26-jährigen Gökhan Inler ernannte Hitzfeld derweil wie erwartet zum neuen Captain der Nationalmannschaft. Der Udinese-Professional wird damit Nachfolger von Alex Frei, der nach dem EM-Qualifikationsspiel in Bulgarien wie Marco Streller aus der Nationalmannschaft zurückgetreten war. Hitzfeld hatte offenbar keine Bedenken, den bisherigen Vizecaptain zum neuen Chef zu machen. «Er kann sich in die neue Aufgabe hineinsteigern. Das ist ein Entwicklungsprozess, der jetzt beginnt und bei dem ich ihm helfen werde.» Marcel Rohr/si>

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch