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Minarett: Widerstand

LangenthalDie Minarettgegner rechnen mit einem Gang an den Europäischen

Es hätte ein Podiumsgespräch werden sollen. Aber die Vertreter der islamischen Glaubensgemeinschaft und der bernischen Baudirektion waren nicht bereit, sich den im Parkhotel versammelten Minarettgegnern zu stellen. So informierten diese aus eigener Sicht über das «Minarett-Gschtürm». Für Lacher sorgte Daniel Zingg, der Sprecher des Aktionskomitees, als er aus einem Schreiben der Stadt Langenthal an einen der Einsprecher zitierte. «Das geplante Minarett ist nicht eine Dachaufbaute, sondern eine – wenn auch nicht alltägliche – Dachform», interpretiere die Stadt das Baureglement. Diese kaum nachvollziehbare Argumentation verwundert umso mehr, als gleichzeitig klar umschrieben ist, welche Lüftungs- und Heizungsrohre, Oberlichter sowie Liftaufbauten auf Langenthaler Flachdächern erlaubt sind. «Interessanterweise», so Zingg, «bezeichnete die kantonale Baudirektion das Minarett in ihrem Entscheid jedoch als Dachaufbaute.» Sollte als Nächstes auch das Verwaltungsgericht die Baubewilligung für das Minarett bestätigen, rechnet Zingg damit, dass die Einsprecher ans Bundesgericht gelangen. Gewisse Kreise würden damit spekulieren, dass ein Bauverbot des Bundesgerichtes an den Europäischen Gerichtshof gezogen würde. rg>

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