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«Milosevic ist ein guter Motivator»

HandballStephan Leiser gehört zu den Routiniers im Team des BSV Bern Muri. Im Interview spricht der 29-jährige Rückraumspieler über den Saisonstart und das heutige Heimspiel (17.30 Uhr, Gümligen) gegen Meister Kadetten Schaffhausen.

Neun Spiele sind absolviert, der BSV Bern Muri liegt mit 11 Punkten auf dem fünften Platz. Sind Sie mit dem Saisonstart zufrieden? Stephan Leiser: Nur bedingt. In den verlorenen Auswärtsspielen gegen den RTV Basel und St.Otmar St.Gallen haben wir im September Punkte abgegeben, die wir nicht abgeben wollten. Der BSV Bern Muri startete mit drei Siegen in die Meisterschaft. Woran lag es, dass die Mannschaft danach vier Spiele in Folge nicht mehr gewinnen konnte? Das ist schwierig zu sagen. Wir haben sicher in das Heimspiel gegen Wacker Thun (3.Runde/27:26) sehr viel Energie investiert. Fünf Tage später verloren wir das Spiel in Basel. Dies führte zu einer gewissen Verunsicherung in unserem Spiel. Am vergangenen Samstag gelang gegen GC Amicitia (23:22) der erste Auswärtssieg gegen einen Konkurrenten aus der oberen Tabellenhälfte. War das die endgültige Wende zum Guten? Vor dem Spiel in Zürich hatten wir während mehr als zweier Wochen kein Spiel zu absolvieren. Wir hatten entsprechend viel Zeit, die Partie gegen GC Amicitia vorzubereiten. Die erste Halbzeit verlief nicht optimal, nach der Pause aber zeigten wir, zu was wir fähig sind. Das stimmt mich für den weiteren Verlauf der Meisterschaft zuversichtlich. Befassen Sie sich damit, dass der BSV Bern Muri in den Strichkampf um einen der sechs Finalrundenplätze verwickelt werden könnte? Nein. Ich denke nicht ständig über den Strichkampf nach. Ich schaue mir auch nicht jeden Tag die Tabelle an und rechne aus, wie viele Punkte Vorsprung wir auf den Strich haben. Ich nehme Spiel für Spiel und bin überzeugt davon, die Finalrunde zu erreichen. Heute treten Sie gegen den Meister und Titelfavoriten Kadetten Schaffhausen an. Was braucht es, um gegen den Leader bestehen zu können? Die Kadetten verfügen über ein breites und ausgeglichenes Kader mit vielen guten Spielern. Wollen wir punkten, dürfen wir uns gegen sie keine schwachen Phasen leisten. Verfolgen Sie eigentlich die Champions-League-Spiele der Schaffhauser am Fernsehen? Wenn eine Schweizer Mannschaft in der Champions League spielt, interessiert mich das als Handballer natürlich. Ich verfolge nicht jede Live-Übertragung, aber informiere mich jeweils über den Spielausgang. Im Mai gab der BSV Bern Muri bekannt, dass Alex Milosevic Peter Bachmann als Trainer ersetzt. Wie haben Sie auf diesen Trainerwechsel reagiert? Der Verein hat den Wechsel damals kommuniziert, und als Spieler hat man das zur Kenntnis zu nehmen und weiter das Beste zu geben. Persönlich kann ich sagen, dass ich mich unter Alex Milosevic sehr wohl fühle. Milosevic ist ein guter Motivator und vermag es, die Identifikation der Spieler mit der Mannschaft und mit dem Verein zu fördern. Seit 1999 haben Sie, von einem kurzen Unterbruch abgesehen, immer für den BSV gespielt. Hat es Sie nie gereizt, eine neue Herausforderung zu suchen? Nicht wirklich. Bern ist mein Lebensmittelpunkt. Es gab zwar Angebote von anderen Vereinen, aber ich hatte nie das Bedürfnis, zu wechseln. Bald schliessen Sie ihre Ausbildung in Sozialer Arbeit ab, und im Sommer werden Sie Vater. Hat das einen Einfluss auf ihre zukünftige Karriere als Handballspieler? Meine Lebenssituation wird sich dadurch sicher verändern. Über meine Zukunft kann ich momentan noch nichts sagen. Die Gespräche mit dem BSV Bern Muri sind derzeit am Laufen. Interview: Reto Pfister >

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