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Millionen für neue Büros

schüpfenDie Verwaltung braucht mehr Platz. Die Gemeinde will nun das UBS-Gebäude an der Dorfstrasse 17 kaufen und umbauen. Kostenpunkt: 4,5 Millionen Franken. Am 19.Juni entscheiden die Stimmbürger an der Urne über das Geschäft.

Wenn die Mitarbeitenden der Gemeindeverwaltung Schüpfen zu Mittag essen wollen, müssen sie ihren Teller auf den Schoss stellen. Es gibt keinen Platz für Tische oder einen Pausenraum. Der Platzmangel im Gemeindehaus am Mühleweg ist akut, das Gebäude ist in die Jahre gekommen. «Es bestehen viele bauliche Mängel, das Arbeitsumfeld ist für die Angestellten nicht mehr zeitgemäss», sagt Gemeindepräsident Ueli Hunziker (SVP). Das Projekt Gemeindehaus kursiert schon seit Jahren auf den Traktandenlisten der Behörden. Nun sieht Schüpfen die Gelegenheit für gekommen: Sie will das UBS-Gebäude an der Dorfstrasse 17 kaufen und umbauen. Mitte 2012 soll die Verwaltung zügeln. Kostenpunkt des Geschäfts: 4,5 Millionen Franken. Am Donnerstag weibelten Ueli Hunziker und die Verantwortlichen des Projekts Gemeindehaus an einem Informationsabend für ihr Vorhaben – am 19.Juni stimmen die Schüpfener darüber ab. Rund 40 Personen nahmen am moderierten Anlass mit Apéro teil. Opposition gegen das Projekt war an diesem Abend keine zu spüren. «Wir haben von Anfang an breit und transparent kommuniziert», sagt Projektleiter Niklaus Sägesser. Es bringe ja nichts, das Geschäft bis zum Abstimmungstag unter der Käseglocke zu halten. «Sehr viel Geld für Schüpfen» Einige wenige kritische Fragen drehten sich primär um die Finanzen. Doch genau da sieht die Gemeinde ihren Vorteil, das Projekt an der Urne durchzubringen: «Die Gemeindefinanzen sind nun im Lot, Schüpfen hat keine Altlasten mehr», sagt der zuständige Gemeinderat Peter Gerber. 2007 nämlich hat der Gemeinderat ein Sanierungsprojekt des Gemeindehauses aus finanziellen Gründen zurückgestellt. Damals war der Kostenanteil Schüpfens am Lyssbachstollen noch nicht geklärt. Dennoch seien 4,5 Millionen Franken für Schüpfen auch heute sehr viel Geld, sagt Gerber. «Eine Steuererhöhung ist aber nicht nötig.» Die UBS bleibt Das Wohn- und Geschäftshaus an der Dorfstrasse 17 wurde 1972 gebaut. Im Zuge des Kaufs durch die Gemeinde soll die Gebäudehülle energietechnisch saniert werden. Weiter sind kleinere Sanierungen an der Fassade im 1. und 2.Obergeschoss vorgesehen. Doch das Herzstück des Projekts bildet der Anbau, wo die Verwaltung schliesslich einziehen würde: Das behindertengerechte Gebäude soll den Übergang zwischen der bestehenden Nordfassade der UBS und dem Dorfplatz bilden. Auf einem Geschoss würden sich die Schalterhalle, Büros, Küche und ein Sitzungszimmer befinden. Die UBS bleibt im Haus. Vertraglich wurde eine Mindestmietdauer von 10 Jahren vereinbart. Auch der Sozialdienst bleibt im 1.Stock, im 2. befinden sich Wohnungen. Durch die Vermietung dieser Räumlichkeiten kann die Gemeinde Einnahmen generieren. Der Kauf sei aus strategischer Sicht sinnvoll, sagt Gemeindepräsident Hunziker. Umso mehr, als die Kirchgemeinde im März das gegenüberliegende Pfarrhaus und die Pfrundmatte gekauft hat. «So ergibt sich ein neuer, schöner Platz im Dorf.» Er rechnet nicht damit, dass das Projekt am 19.Juni bachab geschickt wird. «Es gibt aber immer Leute, die kein Geld in öffentliche Anlagen investieren wollen.» Was mit dem jetzigen Gemeindehaus am Mühleweg passieren soll, ist noch unklar. Um die Frage Verkauf oder Umnutzung zu klären, wird nach der Abstimmung ein Ausschuss eingesetzt. Simone Lippuner>

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