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«Messias» brachte den Advent

Stadtkirche ThunMit der Aufführung von G.F. Händels Oratorium «Der Messias» in einer Bearbeitung W.A. Mozarts bereitete der Konzertchor Cantus Regio seinen Zuhörern in der Thuner Stadtkirche einen besinnlichen Auftakt in die Adventszeit.

Am Wochenende lud der Konzertchor Cantus Regio zur Aufführung von Georg Friedrich Händels «Messias» in die Thuner Stadtkirche. Obwohl Händel selbst sein Oratorium vorwiegend in der Fasten- und Osterzeit aufführte, passt das Werk mit seinem Inhalt auch hervorragend in die Weihnachtszeit, denn darin wird mit Auszügen aus biblischen Texten die Essenz der christlichen Glaubenslehre zusammen gefasst, und es werden die Hoffnung auf die Erlösung durch den Messias, die Weihnacht- und Passionsgeschichte und die Zukunftsvisionen aus der Offenbarung beschrieben. Wunderbar und Herrlichkeit Dem Text des Werkes und seiner teilweise äusserst mächtigen Musik gerecht zu werden, verlangte von den Sängern nicht nur viel Präzision in der Aussprache, sondern auch einen grossen stimmlichen Einsatz. Dies gelang dem Chor vorbildlich im Stück «Uns ist zum Heil ein Kind geboren», wo die Sänger die Passage, welche die Eigenschaften des Messias beschreibt, äusserst kraftvoll interpretierten. «Wunderbar, Herrlichkeit und Rat und Kraft und Held und ewig Vater und Friedefürst», heisst es dort. Worte, welche durch den Einsatz der Streicher des Opus-Orchesters Bern, das Cantus Regio bereits bei zahlreichen Konzerten begleitete, zusätzlich an Gewicht gewannen. Aber nicht nur der Chor, sondern auch die vier Solisten Anja Loosli (Sopran), Barbara Magdalena Erni (alt), Raphael Wittmer (Tenor) und René Perler (Bass) hatten etliche anspruchsvolle Passagen zu meistern. So sang René Perler beispielsweise in seiner Arie am Schluss der Aufführung von den Himmelsposaunen der Offenbarung und tat dies mit solcher Kraft, dass seine Stimme sehr wohl an göttliche Posaunen erinnerte. Händels Halleluja Da Händels Messias mit seinen drei Teilen über einen gewaltigen Umfang verfügt, sang der Chor eine gekürzte Fassung. Das Werk hatte aber noch eine weitere Besonderheit, es kam nicht Händels original Partitur zum Einsatz, sondern eine Version, welche von Wolfgang Amadeus Mozart bearbeitet wurde. Obwohl Mozart zum Teil tief in die ursprünglichen Noten eingegriffen hatte, blieb das wohl berühmteste Stück des Werkes, das Halleluja, gleich und bildete den Höhepunkt des Konzertes zum Schluss des zweiten Satzes. Die ganze Aufführung stand unter der Leitung des Dirigenten Peter Loosli und Johanna Richard fungierte als Konzertmeisterin. Das Publikum bedankte sich am Ende des Konzertes mit viel Applaus und einer stehenden Ovation für den Einsatz aller Beteiligten und den gelungenen, besinnlichen Auftakt in die Adventszeit. Therese Krähenbühl>

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