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Merdan und Alima verkaufen Gemüse günstiger als Migros und Coop

BethlehemGleich zwei Quartierläden in Bern-West schneiden im jüngsten Preisvergleich des Konsumentenmagazins

Vom Quartierladen Merdan an der Bethlehemstrasse im Westen der Stadt Bern sind es nur ein paar Schritte bis zur Migros-Filiale an der Murtenstrasse und ein paar weitere Schritte bis zum grossen Coop-Center. Trotzdem kann sich Filialleiter Erkan Erhalac im Merdan-Supermarkt nicht darüber beklagen, dass ihm die Grossverteiler Kunden abspenstig machen. Kein Wunder: Mit seinem Früchte- und Gemüseangebot bietet der Quartierladen dem Grossverteiler die Stirn. Die Konsumentenzeitschrift «K-Tipp» hat einen Preisvergleich veröffentlicht, der zeigt: Bei Merdan gibt es Auberginen, Peperoni, Sellerie, Trauben, Ananas und Dutzende andere Früchte- und Gemüsesorten am günstigsten. Ein Warenkorb mit 32 verschiedenen Produkten kostet knapp 63 Franken. Bei Coop müsste man für den gleichen Einkauf gut 86 Franken zahlen, bei der Migros gut 82 Franken. Gemüse aus dem Seeland Abstriche beim Sortiment müssen die Kundinnen und Kunden im Quartierladen keine machen. Bei Merdan gibt es keineswegs nur die gängigsten Produkte: Auch Stangensellerie, helle Auberginen, Ingwer und Kochbananen liegen in den Gestellen. Nur zwei Punkte kritisiert der «K-Tipp» am Quartierladen: Viele Produkte seien zwar frisch. Aber einige seien auch zu lange liegen geblieben. Und: Die Preisanschrift lasse zu wünschen übrig. Doch auch diese Kritik relativiert der Vergleich. Denn schrumplige Peperoni oder gummige Zucchetti finde man auch bei der Migros. Und mit den Preisangaben hätten auch die Grossverteiler manchmal Mühe. Erkan Erhalac ist nicht überrascht, dass sein Laden im Preisvergleich gut abschneidet: «Wir sind klein und haben weniger Kosten als grosse Läden», erklärt er. In der Tat ist die Einrichtung einfach; ein Teil der Waren wird im Freien vor dem Laden feilgeboten. Günstig ist das Angebot aber auch, weil Merdan das Gemüse und die Früchte möglichst direkt von Bauern aus dem Seeland oder aus dem Grosshandel bezieht. Ausserdem arbeiten im Laden viele Verwandte mit. Die Stammkunden im Laden mit den türkischen Besitzern sind Schweizer und Portugiesen. Dann folgen Italiener und Leute vom Balkan. «Türkische Kunden haben wir nur wenige», erklärt Erkan Erhalac. Im Merdan-Supermarkt dominieren portugiesische und italienische Spezialitäten. Mit diesem Angebot unterscheidet sich der Quartierladen von Migros und Coop. Er sehe die Grossverteiler deshalb nicht als Konkurrenz, betont Erhalac. Alima hat riesige Auswahl Ebenfalls ein günstiges Früchte- und Gemüseangebot hat ein zweiter Quartierladen im Wes-ten Berns: Alima an der Bethlehemstrasse 105. Mit 66 Franken für den Warenkorb, den der «K-Tipp» verglichen hat, ist Alima nur unwesentlich teurer als Merdan. Und auch der Alima-Laden hat mit der Migros-Filiale Stöckacker gleich vis-à-vis einen Grossverteiler, den er mit seinen Früchte- und Gemüsepreisen unterbietet. Beim Sortiment vermag Alima sogar grössere Migros- und Coop-Filialen zu übertrumpfen. Nicht überseh- oder überhörbar ist, dass Alima vor allem türkische Spezialitäten anbietet: Darauf deuten die Hintergrundmusik im Laden und die vielen Sorten Bulgur, die fast ein ganzes Regal belegen. Die Körner aus vorgekochtem Weizen sind in der Türkei das Gleiche wie für uns Hörnli und Spaghetti. Esther Diener-Morscher >

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