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Mehr Computerwissen für Schweizer Jugend

BildungDas Informatikwissen der Schweizer ist ungenügend. Um diesen Mangel zu beheben, lancierten Microsoft und die Schweizerische Post gestern eine Online-Lernplattform für Jugendliche.

Die wichtigste Ressource der Schweiz ist die Bildung. Mit dieser Tatsache vor Augen und dem mässigen Abschneiden der Schweizer Jugend in der Pisa-Studie von 2006 im Hinterkopf, entstand das Projekt «beesmart». Gestern nun lancierte Microsoft zusammen mit der Schweizerischen Post die kostenlose Online-Lernplattform. Computerwissen überall In 72 interaktiven Lernmodulen können sich die Benutzer von der einfachen Textverarbeitung bis hin zur professionellen Powerpoint-Präsentation die Grundlagen der Computerarbeit beibringen. Die Initiative richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene, die vor dem Berufseinstieg stehen. «Wir möchten IT-Wissen allen Schichten zugänglich machen und so die Gleichheit fördern», sagte Peter Waser, General Manager von Microsoft Schweiz. Bereits heute würden siebzig Prozent aller Arbeitsstellen PC-Kenntnisse voraussetzen. Ähnliche Projekte hat Microsoft in der Vergangenheit bereits in den USA, Grossbritannien und Deutschland lanciert. Wie Mediensprecherin Barbara Josef versicherte, würde man auf Eigenwerbung so weit als möglich verzichten. Dennoch: Die Lernplattform basiert auf den Programmen des Softwaregiganten – alternative Anwendungen werden weder erklärt noch erwähnt. Unterstützung vom Kanton In der Schweiz konnte der Softwarehersteller namhafte Partner an Land ziehen: Neben der Schweizerischen Post, die das Projekt finanziell unterstützt, stehen auch das Staatssekretariat für Wirtschaft Seco sowie das Berner Wirtschaftsamt Beco hinter «beesmart». Marc Gilgen, Leiter des Geschäftsbereichs Arbeitsvermittlung beim Beco: «Die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit hat für uns Priorität. Weiterbildung im IT-Bereich kann da einen wesentlichen Beitrag leisten.» Gilgen vergass nicht zu betonen, dass die Unterstützung des Kantons lediglich ideell sei. Die Finanzierung von «beesmart» tragen die Initianten Microsoft und die Post. Über die Höhe der Investitionen wollten sich die Parteien nicht äussern. Jürg Bucher, Konzernleiter der Post, sprach lieber über den künftigen Nutzen des Projekts: «Informatik ist heute überall. Die neue Plattform dient nicht nur der breiten Bevölkerung, sondern soll auch unser eigenes Schulungsangebot ergänzen.» Mit rund 2000 Lernenden gehört die Post zu den grössten Ausbildnern der Schweiz. Schliessen die Benutzer einen der Kurse ab, können sie sich einen Leistungsausweis ausdrucken lassen. In Deutschland habe sich dieses Zertifikat bei Arbeitgebern etabliert, sagte Initiant Peter Waser. Ob dies in der Schweiz der Fall sein werde, sei unklar. «Das hängt stark von der künftigen Nutzung der Lernplattform ab.»Christian Zeierwww.beesmart.ch>

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