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Martin Berger spielt seit 20 Jahren

frutigtaler spiellütDas 20.Theaterstück der «Frutigtaler Spiellüt» wird ab heute an fünf Vorstellungen in Aeschi, Reichenbach, Frutigen und Kandergrund gespielt.

Unter der Regie von André Luginbühl treten die 16 Laienschauspieler mit dem Vierakter «E böse Geischt» von Karl Grunder vors Publikum. Im Stück sollen zwei Familien durch eine Heirat versöhnt werden. Ob die Jungen da mitmachen? Sie können das an den Vorstellungen erfahren und beim anschliessenden Jubiläumsapéro diskutieren. Nur die Vorstellung in Frutigen findet ohne Apéro statt. Immer wieder Gotthelf Brigitta Bieri und Christoph Berger hatten beim Jodlerklub Bärgfründe Theater gespielt, Spass daran gefunden und wollten öfter spielen. Daraus sind die Frutigtaler Spiellüt entstanden. In den 20 Jahren hat der Gründer Christoph Berger teilweise selber mitgespielt und zehnmal Regie geführt, bis er die Leitung an Peter Zahnd und später an André Luginbühl übergeben konnte. Dreimal hat Berger mit «Schwarzi Bluescht», «Läbessinn» und «Menschä hälfe Menschä» selber zur Feder gegriffen und den Schauspielern ihre Rollen auf den Leib geschrieben. Ideen für Theaterstücke hätte Berger noch in seinem Kopf, wo er in Gedanken jeweils die Handlung entwickelt. «Aber momentan fehlt mir die Zeit», sagt der Leiter der Raiffeisenbank Frutigland. Fünfmal wurde mit grossem Erfolg Gotthelf gespielt, zweimal Simon Gfeller und weitere Klassiker. Einzig mit modernen Stücken wie «Fahnder Hunziker» oder «Dräckigs Wasser i dr Geissmatt» konnte sich das Publikum nicht anfreunden. Bei den Spielern gab es wenig Wechsel, sie kennen sich alle sehr gut. Renate Sarbach sagt lachend: «Jeder Schauspieler bereitet sich individuell auf den Auftritt vor. Manche lachen und plaudern bis zum Beginn. Aber Martin Berger zum Beispiel verzieht sich in eine Ecke und konzentriert sich in der Stille.» Angefangen mit dem Theaterspielen hat dieser jetzt 54-jährige Landwirt Martin Berger beim Jodlerklub und in der Trachtengruppe. Von Beginn weg machte er ohne Unterbruch bei den Frutigtaler Spiellüt mit und erinnert sich gern: «Das schönste Stück war das erste im Jahr 1991. Es war «Hansjoggeli der Erbvetter» von Simon Gfeller. Alles war neu, und wir waren gespannt, wie wir ankommen. Denn wir hatten ja nur das Theater und sonst nichts, keine Lieder und keine Tanzmusik.» Vom Inhalt her fand er aber «Läbessinn» von seinem Bruder Christoph Berger das beste Stück, und als schönste Rolle empfand er «Bergli-Hämme» im Stück «Heimisbach» von Simon Gfeller. Er liebt es, in eine neue Rolle zu schlüpfen, und freut sich jeweils darauf, im Juni das neue Stück zu lesen und ab September jede Woche zu proben. Obschon er bekennt: «Früher ging es mir ringer.» Rösi ReichenVorstellungen: «E böse Geischt» von Karl Grunder je um 20 Uhr am 12.November im Gemeindesaal Aeschi, am 17.November im Kirchgemeindehaus Reichenbach, am 24.November im Hotel Simplon Frutigen und am 26.November in der Turnhalle Kandergrund. Am Sonntag, 14.November, im Gemeindesaal Aeschi um 13.30 Uhr. Vorverkauf: in den Raiffeisenbanken Aeschi, Reichenbach und Frutigen eingerichtet. >

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