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Marseilles Respekt vor FCZ

Olympique Marseille steht nach zwei Niederlagen in der Champions League beim FC Zürich unter Druck (20.45 Uhr, SF2 live).

Vor eigener Kulisse ist dem inkonstanten FC Zürich heute ein grosser Auftritt zuzutrauen. Gegen Olympique Marseille genügt nur die perfekte Leistung, obwohl die Franzosen noch ohne Punkt sind. Für Marseille steht in Zürich schon fast alles auf dem Spiel. Verliert die beliebteste Equipe der «Grande Nation», würden für den FCZ plötzlich die Achtelfinals und weitere Euro-Millionen ins Blickfeld rücken. Tihinens kritischer Blick «Die Champions League darf für unseren grossen Rückstand in der Liga auf YB nicht die Entschuldigung sein», sagt Hannu Tihinen. Dem finnischen FCZ-Captain gefällt die Entwicklung der letzten Wochen gar nicht: «Wir spielten in Bellinzona wie Geister. Das war schwach.» An der Rolle Zürichs habe der letzte internationale Coup wenig geändert, denkt Tihinen, der Mailänder Zaubertrick-Torschütze. Blamabel sind Punktverluste nach wie vor nur für den Gegner. «Marseille ist wegen der Heimniederlage gegen Milan unter grossen Druck geraten», skizziert Tihinen die Ausgangslage. Die Zürcher stufen die Franzosen stärker als Milan ein. Die hohen Erwartungen Marseille ist mit den besten Spielern nach Zürich gereist. Einige Stammspieler erhielten am Samstag beim 3:0 in Nancy eine Pause, unter anderen die Argentinier Lucho Gonzalez und Gabriel Heinze. Und auch der Captain und Toptorschütze Mamadou Niang hat eine leichte Knieblessur überwunden. Die Südfranzosen müssen gewinnen, um im Rennen um einen Achtelfinalplatz zu bleiben. «Wir müssen mit einem Sieg in Zürich die Hoffnung aufrecht erhalten», sagt Marseilles Trainer Didier Deschamps. «Aber ich weiss nicht, ob wir Favorit sind. Der FC Zürich ist in der besseren Position und liegt in der Tabelle vor uns. Er ist nicht wie andere Mannschaften aus dem Topf vier eine Klasse schlechter, sondern hat bewiesen, dass er ein Wort mitreden kann.» Beeindruckt zeigte sich Deschamps vom FCZ-Offensivpotenzial. In Marseille ist die Lage mal wieder brisant, am Wochenende hat sie sich nur etwas entspannt. Marseille besiegte Nancy 3:0 und näherte sich der Liga-spitze wieder an. Trainer Didier Deschamps’ im Sommer auf acht Positionen umformierte Formation verzeichnet Fortschritte. Die panische Angst, frühzeitig vom Meisterkurs abzukommen, ist vorerst beseitigt. Die landesweiten Debatten, die von zwei Fehltritten gegen Valenciennes und Monaco ausgelöst worden waren, lieferten abermals den Beweis: Marseille bewegt im Hexagon die Massen. Kein Verein löst mehr Emotionen aus als der Klub aus der pulsierenden Hafenstadt. «Marseille zeichnet jeden, der einmal hier war, und zwar für immer», sagt Deschamps treffend. Die Liste der Ikonen, die in den letzten 25 Jahren im Vélodrome spielten, ist lang: Eric Cantona, Jean-Pierre Papin, Alain Giresse, Didier Drogba, Rudi Völler, Franck Ribéry und George Weah. 1993 gewann Marseille den ersten Champions-League-Final. Es ist bis heute die letzte Sternstunde geblieben. Gipfeltreffen in Madrid Mit Real (9 Titelgewinne) und Milan (7 Titelgewinne) treffen heute die erfolgreichsten Champions-League-Vereine in der Zürcher Gruppe aufeinander.siZürich - Marseille. Letzigrund, 20.45 Uhr. – SR Skomina (Sln). Mögliche Aufstellungen. Zürich: Leoni; Koch, Barmettler, Tihinen, Rochat; Gajic, Aegerter, Tico; Margairaz; Vonlanthen, Alphonse. – Marseille: Mandanda; Bonnart, Hilton, Heinze, Taiwo; Mbia; Lucho Gonzalez, Cheyrou; Koné, Brandao, Niang. – Zürich ohne Hassli, Chikhaoui (beide verletzt) und Stucki (nicht im Aufgebot), Marseille ohne Diawara (gesperrt).>

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