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Markus Vogel fliegt zur Bestleistung

Skiweltcup MännerDie Geschäftsmänner Mario Matt und Reinfried Herbst haben dem ÖSV im Slalom von Bansko (Bul) einen Doppelerfolg beschert. Der Innerschweizer Markus Vogel überraschte mit Platz 11. In der Super-Kombination tags zuvor hatte

Eine Woche nach dem kollektiven Schweizer Debakel im WM-Slalom in Garmisch sorgte Markus Vogel im Lager der Slalomfahrer für einen der zuletzt rar gewordenen Lichtblicke. Nach halbem Pensum hatte sich die Ausgangslage für den Schweizer Slalommeister noch rosiger präsentiert. Mit der Startnummer 49 war er mit lediglich 74 Hundertsteln Rückstand auf die Bestzeit von Matt völlig unerwartet in die Top 8 vorgefahren. Die Vorgabe nutzte Vogel, der auf diesen Winter hin den (Ski-) Ausrüster gewechselt hat und nach zehn Jahren Zusammenarbeit mit Stöckli jetzt auf Fischer-Ski vertraut, um sein Bestergebnis im Weltcup um zwei Positionen zu verbessern. Platz 13 hatte er im Dezember 2010 in Val d’Isère erreicht. Im Alter von 27 Jahren bestritt Vogel in Bansko erst seinen 22.Weltcupslalom. 17-mal war er dabei ausgeschieden oder hatte er sich nicht für den zweiten Lauf qualifizieren können. Diese hohe Quote führt er darauf zurück, dass «ich nie einen ganzen Lauf ohne Fehler durchgebracht habe. Irgendwo auf einem Abschnitt passte jeweils nicht alles zusammen.» Vogel wurde immer wieder durch Rückenprobleme an der sportlichen Entwicklung gehindert. Vor zwei Jahren wurde bei ihm zudem ein Bandscheibenvorfall, in der vergangenen Saison eine Virusinfektion diagnostiziert, die sich in den Rennen in fehlender Kraft bemerkbar machte und die ihm nur ein minimales Training erlaubte. All diese Widerwärtigkeiten wollte Vogel allerdings nicht als Gründe für ausgebliebene Ergebnisse betrachten. «Die Geschichte mit dem Virus ist abgehakt, und die Rückenbeschwerden habe ich dank Physiotherapie und speziellem Training einigermassen im Griff.» Matt: Adelboden sei Dank Der Weltcupsieg Nummer 13, der zwölfte in einem Slalom, stellte für Mario Matt das (vorläufige) Highlight auf dem Weg zurück in die Weltspitze dar. Lange musste der Weltmeister von 2001 und 2007 untendurch und sich mit Vierziger-Startnummern herumschlagen. Den Turnaround leitete der Tiroler in Adelboden mit Rang 4 ein, eine Woche später in Wengen wurde er Fünfter, und an der WM schrammte er abermals als Vierter um nur 21 Hundertstel an Bronze vorbei. Reinfried Herbst schaffte zum zweiten Mal in diesem Winter den Sprung aufs Podest. Der Salzburger machte damit den Doppelerfolg zweier Geschäftsmänner perfekt. Pferdenarr und Hobbyreiter Matt züchtet in seinem Heimatort Flirsch am Arlberg erfolgreich Vollblutaraber, Herbst vertreibt seit gut einem Jahr mit seiner eigenen Bekleidungslinie «Die Kollektion» unter anderem Jacken, T-Shirts, Schals und Taschen. Innerhofer weiter in WM-Form Knapp zwei Wochen nach dem Gewinn von WM-Silber kam der Triumph von Christof Innerhofer in der Super-Kombination am Samstag nicht überraschend. Der Italiener, in Garmisch mit einem kompletten Medaillensatz der grosse Abräumer, hatte auch das notwendige Glück auf seiner Seite. Seinen zweiten Weltcupsieg nach jenem im Dezember 2008 in der Abfahrt in Bormio sicherte er sich mit einem Hundertstel Vorsprung auf den Deutschen Felix Neureuther. Beat Feuz enttäuschte Der 18-jährige Nidwaldner Juniorenweltmeister Reto Schmidiger holte als Zwölfter erste Weltcuppunkte. Beat Feuz, als aussichtsreichster Athlet von Swiss-Ski gestartet, hat nach dem Ausscheiden an der WM eine weitere Enttäuschung zu verdauen. Der Emmentaler, in Garmisch kurz vor dem Ziel nach einem Einfädler aus den Medaillenträumen gerissen, geriet diesmal schon nach dem Slalom hoffnungslos ins Hintertreffen. David Bernold, Bansko>

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