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Mann missbraucht zwei Jahre lang die gleiche Stute

ThörishausEin 32-jähriger Mann brach mehrmals in

Wochenlang hat die Polizei ermittelt. In der Nacht auf den vergangenen Samstag ging ihr der Täter ins Netz: Bei einem Pferdestall in Thörishaus hat sie einen 32-jährigen Mann überführt. Gegen drei Uhr nachts suchte dieser den Stall auf. Dort machte er sich an eine Stute heran, um sich an ihr zu vergehen. In flagranti hat die Polizei den leicht alkoholisierten Mann erwischt. Der Ausflug am Samstag war kein Einzelfall. Im Polizeiverhör gestand der Täter, den Stall in den letzten zwei Jahren mehrmals aufgesucht zu haben, um das gleiche Pferd immer wieder sexuell zu missbrauchen. Das andere Pferd im Stall blieb offenbar unbehelligt. Dass etwas in ihrem Stall nicht stimmte, merkte in dieser Zeit auch die Halterin des Pferdes. Sie hegte den konkreten Verdacht, dass das Tier sexuell missbraucht wird, und erstattete bei der Polizei deshalb Anzeige gegen Unbekannt. Die Halterin wohnt im Könizer Ortsteil von Thörishaus. Sie wollte sich gestern gegenüber dieser Zeitung zum Vorfall nicht äussern. Auf ihre Anzeige hin startete die Polizei im grösseren Stil Ermittlungen, wie Sprecher Heinz Pfeuti bestätigt. Über mehrere Wochen hinweg hatte die Polizei den Stall –vor allem an den Wochenenden – im Auge und ermittelte im Umfeld. Ob es sich beim Täter um einen Mann aus der Region handelt, lässt Pfeuti offen. Der Mann habe nicht zum engen Bekanntenkreis der Halterin gehört. Bis jetzt gibt es keine Hinweise darauf, dass er sich auch in anderen Ställen an Pferden vergangen hat. Er ist inzwischen wieder auf freiem Fuss, wird sich aber vor Gericht wegen Tierquälerei verantworten müssen. Es drohen ihm Haft und eine Busse. Andere Pferdehalter und -halterinnen in der Region Thörishaus reagieren schockiert. So Silvia Balsiger von der Pferdepension in Neuenegg. «Bei uns ist rund um die Uhr jemand anwesend, der das Geschehen im Blick hat», sagt Balsiger, die bis zu zehn Pferde in ihrer Pension betreut. Psychologin Ursula Wenker führt in Thörishaus eine Praxis für Tierresonanz und hält selber mehrere Pferde. Sie glaubt, es sei ein Vorteil, dass sich ihre Pferde frei und ohne Halfter im Offenstall bewegen. So könnten sie sich bei einem Übergriff besser wehren, ist Wenker überzeugt. Diese Tat in der Nachbarschaft mache Angst, sagen Salvisbergs, die im nahen Oberwangen 14 Pferde beherbergen und einen Reitstall führen. Sie selber mussten noch nie einen solchen Vorfall erleben. Einige der befragten Pferdebesitzer vermuten, dass es ein Täter schwerer hat, wenn mehrere Pferde in einem Stall sind. Denn bei einem Übergriff entstehe eine grössere Unruhe –so könnten die Halter eher etwas mitbekommen. lp/kle>

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