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Lukas Flückiger ist eine Klasse für sich

RadquerRadquer-Spezialisten gegen Mountainbike-Profis. Letztere, in der Person von Lokalmatador Lukas Flückiger, behielten am Ende beim 12.Nationalen Radquer von Bützberg die Oberhand.

«Dä kennt eifach diä Strecki z guet», stellte ein älterer Herr am Streckenrand fest und hatte mit dieser Aussage nicht unrecht, doch dazu später mehr. Zu diesem Zeitpunkt waren erst zwei von insgesamt zwölf Runden des Eliterennens zurückgelegt. Lukas Flückiger bestimmte an der Spitze das Tempo, liess sich auch durch einen Sturz nicht stoppen. Folgen konnte ihm nur noch Marcel Wildhaber, der zurzeit wohl beste Radquerspezialist der Schweiz. Zwei Runden später wars auch um diesen geschehen. In der Folge nahm der Lokalmatador seinen Verfolgern pro Runde rund zehn Sekunden und mehr ab. Am Ende gewann der 27-Jährige mit deutlich über einer Minute Vorsprung auf Wildhaber, Rang 3 sicherte sich in einem packenden Finish Ralph Näf, der am Vorabend zum dritten Mal Vater geworden war. Sowohl Lukas Flückiger als auch Näf, unter anderem Marathon-Weltmeister 2006 und dreifacher Europameister, möchten 2012 die Schweiz an den Olympischen Spielen in London vertreten. Wie Hannibal Smith «Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert», pflegte Hannibal Smith in der TV-Serie «A-Team» zu sagen. So hätte auch Lukas Flückiger sein Rennen umschreiben können. Sein Plan ging nämlich perfekt auf. «Weil die Strecke sehr schnell ist, viele Höhenmeter aufweist und technische Abfahrten beinhaltet, wollte ich früh attackieren, mein eigenes Rennen fahren», erklärte der Leimiswiler nach der Zieldurchfahrt. Der Heimvorteil habe ihn doppelt motiviert, er sei aber selber etwas überrascht, wie deutlich der Sieg ausgefallen sei. Obwohl er die Strecke durchaus noch hätte schneller absolvieren können: «Ich konnte so regelmässige Rundenzeiten fahren, weil ich nie ans Limit gehen musste.» Und wie gut kannte er nun das Gelände? «Ich habe Streckenbauer Andreas Moser geholfen und natürlich zwei, drei Sachen eingebaut, die mir, aber auch meinem Bruder Matthias besonders liegen.» Dieser fuhr nach einem schlechten Start auf Rang drei, ehe er sich mit dem fünften Platz begnügen musste. Nach einer langen Saison legt Lukas Flückiger nun eine Pause ein. Seinen nächsten Ernstkampf bestreitet er am 26.Dezember, beim internationalen Radquer in Dagmersellen. Bis dahin dürfte er genügend Zeit haben, seine Flitterwochen nachzuholen. Am 1.Oktober hatte Lukas Flückiger die mehrfache 100- und 200-Meter-Schweizer-Meisterin Fabienne Weyermann geheiratet. «Verändert hat sich überhaupt nichts, ausser dass Fabienne jetzt das Telefon mit Flückiger abnimmt.» Änderungen wird es hingegen im OK des Radquer Bützberg geben. Präsidentin Beatrice Conrad wird ihr Amt niederlegen. «Die Zukunft ist ungewiss», sagt sie. Vielleicht war die 12.Austragung gleichzeitig die letzte – dies trotz leicht steigenden Teilnehmerzahlen. Raphael Hadorn>

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