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Lüthi fährt erneut aufs Podest

motorradTom Lüthi hat seinen hervorragenden Saisonstart (Rang 3 in Katar) bestätigt: Der Berner fuhr beim GP von Spanien in Jerez auf den 2.Platz.

Egal ob auf trockener Fahrbahn wie beim Saisonauftakt in Katar (Dritter) oder gestern in Spanien im Regen (Zweiter): Tom Lüthi (24) mischt bisher in dieser Moto2-Saison immer an der Spitze mit. In Jerez wurde der Berner einzig vom Italiener Andrea Iannone geschlagen. Vor einem Jahr ging Lüthi auf dem Circuit in Andalusien als Führender in die letzte Runde, in welcher er sich allerdings vom späteren Weltmeister Toni Elias und vom im September in Misano tödlich verunglückten Japaner Shoya Tomizawa noch überholen lassen musste. Letztlich fehlten dem 125-ccm-Weltmeister von 2005 als Drittem weniger als drei Zehntel zum sechsten GP-Sieg seiner Karriere. Auf WM-Triumph Nummer 6 wartet Lüthi auch ein Jahr später immer noch. Seit dem 21.Mai 2006, als er im 125er-Grand-Prix in Le Mans (Fr) zuoberst stand, ist er sieglos. Heuer erfolgte in Jerez das über den Sieg entscheidende Überholmanöver um einiges früher. Nach 14 von 26 Runden zog Andrea Iannone auf der Start-Ziel-Geraden mit grosser Leichtigkeit am Emmentaler vorbei. «Ich habe den falschen Gang erwischt», musste Lüthi zugeben. Danach versuchte er zwar bei sehr heiklen Streckenverhältnissen dem drei Jahre jüngeren Italiener zu folgen, doch «nach drei, vier Rutschern musste ich zurückstecken und mich mit dem zweiten Rang zufriedengeben.» Bis ins Ziel wuchs so Lüthis Rückstand noch auf fast acht Sekunden an. Doch trotz «gedrosselter» Fahrweise hatte er den am Ende drittklassierten Italiener Simone Corsi jederzeit unter Kontrolle. «Obwohl wir die Regenabstimmung nur im Warm-up testen konnten, hat es gut funktioniert.» Guter Start von Lüthi Lüthi hatte die im Qualifying mit Startposition 3 verdiente gute Ausgangslage zu nützen vermocht. Nach gutem Start fand er gleich in der Spitzengruppe Unterschlupf, und es war dann auch Lüthi, der einen Ausreissversuch von Corsi scheitern liess. «Ich wusste, dass ich ihn nicht gehen lassen durfte. Ausserdem fühlte ich mich gut. Da schloss ich die Lücke so schnell wie möglich», sagte Lüthi. Freude auch bei Suter Racing Nach zwei Saisonrennen übernahm Andrea Iannone (45 Punkte), der schon beim Saisonauftakt in Katar als Zweiter unmittelbar vor Lüthi klassiert war, mit seinem achten GP-Sieg auch gleich die Gesamtführung vom Deutschen Stefan Bradl (36 Punkte). Der Trainingsschnellste aus Bayern nahm im Regen keine grossen Risiken und wurde «nur» Fünfter. Lüthi ist dank seinem zweiten Podestplatz in Folge punktgleich mit Bradl WM-Dritter. «Bis jetzt bin ich zufrieden. Mein Selbstvertrauen ist gross, und ich bin bereit, um den Titel zu fighten», sagte Lüthi kämpferisch. Grosse Freude über den Ausgang dieses Rennens herrschte auch bei Eskil Suter. Der Zürcher Chassis-Konstrukteur, der 14 von 40 Moto2-Fahrern beliefert, rüstet sowohl Lüthi wie Iannone aus und ist auf gutem Weg, seinen Konstrukteurstitel von letztem Jahr zu verteidigen. «Besser als in Jerez geht es fast nicht», meinte Suter zufrieden. Aegerter: «Nichts ging» Enttäuschend verlief das Moto2-Rennen für die zwei anderen Schweizer neben Lüthi. Dominique Aegerter wurde von Startposition 15 früh nach hinten durchgereicht. «Ich fühlte mich bei diesen Bedingungen überhaupt nicht wohl, sass verkrampft auf dem Motorrad. Nichts ging», meinte der Oberaargauer zu seinem 28.Platz. Vor zwei Wochen in Katar hatte Aegerter als 13. immerhin noch ein paar WM-Punkte gewonnen, in Jerez wollte er die Top 10 knacken. Teamchef Alain Bronec nahm seinen Schützling insofern etwas aus der Kritik, als er betonte, dass «das Team es nicht geschafft hat, ein anständiges Regen-Set-up zu finden». Fünf Sekunden vor Aegerter, aber mit über anderthalb Minuten Rückstand auf Sieger Iannone, überquerte Randy Krummenacher die Ziellinie (27.Platz). «Das ist die harte Realität in der Moto2», konstatierte Teamchef Marco Rodrigo. «Ich muss meinen Stil weiter an die Fahrweise in der Moto2-Klasse anpassen. Ich fahre zu schnell in die Kurve, habe dann zu viel Schräglage und ziehe das Motorrad zu spät wieder hoch zum Beschleunigen», sagte Krummenacher. Das Resultat sei nicht gut, aber immerhin habe er in der zweiten Rennhälfte den neuen Stil recht gut umsetzen können, meinte der Zürcher Oberländer. Valentin Oetterli, Jerez>

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