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Louis Souzas grosser Fauxpas

VolleyballNachdem Volley Köniz wegen eines administrativen Fehlers den dritten Satz und das Spiel gegen Franches-Montagnes verloren hatte, zeigte es im zweiten Spiel eine starke Reaktion.

Nach einem längeren Unterbruch und einer Konsultation des Regelwerkes durch den Schiedsrichter folgte das Verdikt: Neun Punkte Abzug für die Könizer, statt 9:11 hiess es neu 0:11 im dritten Satz gegen den Tabellenleader Franches-Montagnes. Dies war eine zu grosse Hypothek, zumal die Könizer bereits die ersten beide Sätze mit 22:25 und 16:25 verloren hatten. «Ich entschuldige mich» Ein administrativer Fehler des brasilianischen Coachs Louis Souza hatte zur harten Sanktion geführt, welche Köniz den dritten Satz kostete. Irrtümlicherweise hatte Souza auf dem Positionspapier die Nummer 6 (der verletzten Dominique Olowafe) anstelle der Nummer 9 (von Natali Flavini) notiert. «Dies ist natürlich ein ärgerlicher Fehler», sagte Sportchef Ronald Triller. Allerdings liege die Kontrolle des Positionspapieres in der Verantwortung des zweiten Schiedsrichters. Triller erinnerte sich an ein Europacupspiel, wo der zweite Schiedsrichter seiner Kontrollfunktion ebenfalls nicht nachgekommen war: «Der wurde anderthalb Jahre gesperrt», so Triller. Weder Triller noch Trainer Souza wollten die Verantwortung aber abschieben. Souza sagte: «Das war ein grosser Fehler von mir, und ich übernehme die volle Verantwortung. Es tut mir leid für meine Mannschaft und die Könizer Fans.» Souza hat dieselbe Situation in seiner Karriere bereits einmal erlebt, damals war aber der gegnerische Trainer derjenige, dem der Fauxpas unterlaufen war: «Wir lagen 19:21 im Rückstand, plötzlich stand es 19:0 für uns, und wir gewannen das Spiel. Da war ich natürlich sehr zufrieden», sagte Souza in brüchigem Deutsch. Eindrückliche Reaktion Dass Souza zu diesem Zeitpunkt bereits wieder zum Scherzen aufgelegt war, lag daran, dass seine Mannschaft im zweiten Spiel des Wochenendes gegen Aesch-Pfeffingen eine eindrückliche Reaktion zeigte und 3:0 gewann. Einzig im dritten Satz kam ein wenig Spannung auf, ehe die überragende Amerikanerin Sabel Moffett das Spiel mit einem ihrer zahlreichen Blocks beendete. Nebst Moffett waren es Captain Antonina Polyakova, mit ihren wuchtigen Smashes, sowie Libera Maria Bertelli, welche für Spektakel im OZK sorgten. Es schien, als spielten sich die Könizerinnen den Frust vom Vortag vom Leib. Trainer Souza tigerte in seiner Zone rauf und runter. Er gestikulierte, gab Anweisungen und motivierte seine Spielerinnen noch und noch. Immer wieder jubelte er nach Punkten mit geballter Faust. Nach dem Spiel erklärte er sichtlich entspannt, dass er im Morgentraining die Bälle ruhen gelassen hatte: «Wir haben das Geschehene gemeinsam verarbeitet und uns mental auf dieses Spiel eingestellt.» Auch Sportchef Triller war zufrieden, dass sich das Team auf diese Art und Weise rehabilitieren konnte. Allerdings glaubt er, dass die Mannschaft auch gegen die Baslerinnen ihr Potenzial nicht annähernd ausgeschöpft hat. «Gegen Franches-Montagnes nutzten wir 50 Prozent unseres Leistungsvermögens, gegen Pfeffingen waren es vielleicht 70 Prozent.» Köniz befindet sich neu auf Rang 4 und in Tuchfühlung mit den Teams vor ihnen. Falls Triller recht hat mit seiner Einschätzung, dürfen sich die Könizer-Fans noch auf zahlreiche spektakuläre Spiele freuen. David MühlemannTelegramm/Rangliste Seite 33>

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