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Lotzwil im Visier: Geht der Tennisclub fremd?

LangenthalDer Tennisclub möchte bauen – aber wo? Der Standort Weissensteinstrasse ist umstritten. Nun schielt der Verein nach Lotzwil.

Die ausserordentliche Hauptversammlung des Tennisclubs Langenthal birgt jede Menge Zündstoff. Am nächsten Mittwoch diskutieren die Vereinsmitglieder in der Alten Mühle über die geplante Tennishalle in Langenthal. Am Standort Weissensteinstrasse festhalten oder nicht, lautet die alles entscheidende Frage. Gut möglich, dass sich die Clubmitglieder für die zweite Variante entscheiden und sich dem Druck der Anwohner beugen. Bei ihnen geniesst das 3-Millionen-Projekt ziemlich wenig Kredit. Und auch das Regierungsstatthalteramt meldet Vorbehalte an. Anwohner machen mobil 27 Einsprachen und 16 Rechtsverwahrungen sind Ende August gegen das Baugesuch eingegangen. Kritikpunkt Nummer eins: Wegen der Tennisanlage würde das Biotop an der Weissensteinstrasse platt gewalzt. Ein beliebtes Naherholungsgebiet vor allem für Senioren. Hinzu kommt der Mehrverkehr, den viele Anwohner nicht dulden wollen (wir berichteten). Die Situation ist zerfahren, ein schnelles Happy End nicht in Sicht. Stimmt der Tennisclub am 17.November gegen den Standort Weissensteinstrasse, ist das Kriegsbeil zwar begraben – dafür muss die leidige Standortsuche von neuem beginnen. In diesem Fall droht sogar der Wegzug des Vereins. Präsident Hanspeter Stucker jedenfalls blickt längst über die Stadtgrenzen hinaus und sieht darin auch kein Problem: «Wichtig ist, dass wir in der Region bleiben können – es muss aber nicht Langenthal sein.» Alternativstandort Nummer eins ist das Chilefeld an Stuckers Wohnort Lotzwil. Hier hätte die Gemeinde knapp 10000 Quadratmeter Bauland in der Gewerbezone zu vergeben (siehe Grafik). Das könnte passen. Gemeindepräsident Beat Luder jedenfalls gibt sich gesprächsbereit: «Wir würden diese Anfrage bestimmt prüfen.» Keine Trainings für Tennisclub Ob der Tennisclub in Lotzwil zum Handkuss käme, würde am Ende der Gemeinderat entscheiden. Ein Geschäft mit einer gewissen Dringlichkeit wärs allemal: «Unsere Situation ist sehr schwierig», klagt Stucker. «Trainingsplätze gibt es in der Umgebung praktisch keine, wer spielen will, muss weite Wege in Kauf nehmen. Das kann so nicht weitergehen.» Statthalteramt wartet Gegenwärtig liegt der Ball beim Statthalteramt . Bis am 22. November erwartet es diverse Stellungnahmen zum Tennisprojekt. Von wem, will Daniel Roth, Bauinspektor des Amtes, nicht verraten. Es gehe darum, Fragen zu klären, die noch offen seien. Zum Beispiel, ob die Sportstätte an der Weissensteinstrasse überhaupt zonenkonform wäre. Die Antwort? Vielleicht wird sie gar nicht mehr nötig sein. Dann nämlich, wenn der Tennisclub am 17.November für Lotzwil und gegen Langenthal entscheidet. Die Versammlung in der Alten Mühle beginnt um 19 Uhr. Stefan Schneider>

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