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Lieder, Klamauk und ein Abschied

Männerchor thunMit Gesang und viel Humor feierte der Männerchor Thun im

Am Samstagabend feierte der Männerchor Thun im Hotel Freienhof seinen 181.Herrenabend. 50 Sänger und 300 Gäste, alles, was in der Stadt Rang und Namen hat, zelebrierten mit Glanz, Humor und viel Gesang den ultimativen Thuner Gesellschaftsanlass. Nahezu die ganze Politprominenz gab sich die Ehre: Stadtpräsident Hansueli von Allmen, Stadtratspräsident und künftiges Stadtoberhaupt Raphael Lanz, die Gemeinderäte Peter Siegenthaler, Ursula Haller, Carlo Kilchherr und Andreas Lüscher. Auch der höchste Berner, Grossratspräsident Gerhard Fischer, machte seine Aufwartung. Und sie hatten es nicht zu bereuen. Mit viel Ironie und Klamauk zog die Theatergruppe des Männerchors unter der Regie von Herbert Tobler sie recht eigentlich durch den Kakao. Vielfältiges Musikprogramm Die Elitesänger unter der Leitung von Rolf Wüthrich ebenso wie die Veteranen unterhielten das gut gelaunte Publikum mit einem bunten Strauss von eingängigen Melodien. Im ersten Teil konnten die Besucher einige schön interpretierte Spirituals geniessen. In einem spannenden Wechselgesang in «Komm, Held meiner Träume» wurden die Sänger von der Sopranistin Gabriella Cavasino und der Pianistin Carolyn E.Woods begleitet. Die beiden Profis glänzten auch mit der Darbietung von vier eindrücklichen Opernarien. Die Sängerin dürfte ohne Zweifel noch ein echtes Zukunftspotenzial auszuschöpfen haben, konnte sie doch vor allem in den hohen Lagen mit einer kräftigen Stimme überzeugen. In der Arie «Mi chiamano Mimi» von Giacomo Puccini liess sie auch mit viel Engagement eine komische Ader aufblitzen. Die Veteranen zeigten mit einer Kostprobe, dass sie durchaus noch ihrer Stimmen mächtig sind. Wertvolle Freunde des Chors Präsident Peter Kratzer lobte die Leistungen der Freunde des Männerchors. «Ohne ihre Unterstützung seit nunmehr drei Jahren sähe unsere Rechnung wesentlich anders aus», so der Präsident. Im zweiten Teil des gefälligen Konzertes erfreuten die Sänger mit einem Strauss von Trink- und Studentenlieder. Weil Gemeinderat Andreas Lüscher im ganzen Wahltrubel der letzten Wochen fast vergessen gegangen war, holte der Männerchor eine würdige Ehrung nach. Lüscher erhielt einen Orden in Form eines Lebkuchens überreicht. Auch René E. Gygax, Chefredaktor dieser Zeitung, fasste als Bewohner der Hauptgasse eine neue Aufgabe nach seiner Pensionierung. Er könnte eigentlich künftig dort für Ruhe sorgen, wurde ihm beschieden. Und für die Gemeinderäte schlugen die Theaterleute eine Wohnsitzpflicht in der Altstadt vor. Alt-Stadtarchivar Jon Keller erklärte auf nicht ganz ernst gemeinte Art, warum Archivare einen schlechten Ruf haben sollen. Ulrich Krummenacher>

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